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Kasseler Agentur macht Luxusautos virtuell erlebbar

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Von: Axel Schwarz

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Autoschau an jedem Ort: Der aktuelle Audi A8 kann mit aktuellen Smartphones als virtuelles Exponat in jedem Detail erkundet werden – die Agentur Sxces macht es möglich.
Autoschau an jedem Ort: Der aktuelle Audi A8 kann mit aktuellen Smartphones als virtuelles Exponat in jedem Detail erkundet werden – die Agentur Sxces macht es möglich. © Sxces

Die Kommunikationsprofis der Kasseler Agentur Sxces sind für Weltfirmen wie Volkswagen, LG und Audi tätig. Dank ihrer Arbeit kann man neue Automodelle detailgetreu in virtueller Form erkunden.

Kassel/Hamburg – Die Pandemie hat die Welt professioneller Meetings auch im ganz großen Maßstab flexibler gemacht: Für internationale Konzern-Events oder Produktpremieren muss im Prinzip niemand mehr weit reisen, um dann mit Tausenden anderen Teilnehmern ein Kongresszentrum zu bevölkern.

Hochkomplexe virtuelle und hybride Lösungen machen es möglich, von jedem Ort aus das Programm samt aller Informationen und Erlebnisse zu absolvieren. Darauf ist die in Kassel und Hamburg ansässige Kommunikationsagentur Sxces spezialisiert, die für internationale Marken wie Volkswagen, LG und Audi sowie heimische Weltfirmen wie B. Braun und Wintershall Dea tätig ist. „Wir haben noch nie so viele Neukunden gewonnen wie in der Pandemiezeit“, sagt Sxces-Vorstandsmitglied Hartmut Victor Brüchert.

Zur guten Geschäftsperspektive kommen aktuell hochkarätige Auszeichnungen: Beim ABC Award, mit dem der Rat für Formgebung herausragende Design- und Kommunikationsleistungen auf dem Gebiet der Mobilität würdigt, kam die 1999 in Kassel gegründete Agentur gleich zwei Mal aufs Siegertreppchen: als „Agentur des Jahres“ sowie im Besonderen als Siegerin der Kategorie „Digitale Kommunikation“. Sxces – ausgesprochen wie das englische „Success“ für „Erfolg“ – beeindrucke „immer wieder mit bahnbrechenden Ideen und Konzepten, die in der Kommunikationsbranche Maßstäbe setzen“, heißt es in der Begründung der Jury.

Was das heißt, wurde Anfang des Jahres deutlich, als Audi die neueste Version seines Flaggschiffs A8 präsentierte. Dezentral, an diversen Orten der Welt, konnten Fachjournalisten jedes Detail des Autos aus jeder beliebigen Perspektive erkunden, ohne dass ein Fahrzeug aus Blech vor Ort gewesen wäre.

Den Spezialisten von Sxces genügen vier auf dem Boden aufgebrachte Markierungen, mit denen Sie ein wie echt wirkendes Abbild des Autos entstehen lassen – auf dem Smartphone-Bildschirm eines Betrachters, dessen Handykamera jede Positionsveränderung flüssig und ruckelfrei in entsprechend perspektivrichtige Bilder übersetzt.

Wer sich dies von Brüchert zeigen lässt, ist verblüfft und glaubt, ein echtes Auto zu erkunden. Solche Vorführungen, sagt er, könnten an jedem Ort der Welt stattfinden – nachhaltig, Transportkosten sparend, offen für Updates, zudem auch spionagesicher, weil etwa ein Prototyp nach der virtuellen Präsentation einfach wieder verschwinde. Brüchert: „Wir brauchen lediglich die Marker auf dem Boden – vorerst noch.“ Den Fesseln eines Produktionsstudios sei die Technologie nach mehreren Entwicklungsstufen bereits entwachsen.

Für den Hersteller Audi, der als Marken-Claim „Vorsprung durch Technik“ für sich reklamiert, verwirklicht Sxces diesen Vorsprung auf kommunikativer Ebene. Mit solchen anspruchsvollen Augmented-Reality-Lösungen „haben wir eine absolute Alleinstellung“, sagt Hartmut Brüchert. Prinzipiell könne die Technologie auch für andere Kunden der Agentur nutzbar gemacht werden.

Bei Audi ist Sxces für die gesamte internationale Medienkommunikation verantwortlich. Auch mit anderen Weltmarken verbindet die Agentur eine langjährige Partnerschaft, bei der die Kommunikationsprofis auch hinter den Kulissen an Grundsatzstrategien mitarbeiten. „Wir machen auch vieles, von dem wir nach außen nichts erzählen dürfen“, sagt Brüchert.

Über Umsätze und Erlöse gibt es keine Angaben von dem Unternehmen mit gut 50 Mitarbeitenden, zu dessen Vorstand neben Brüchert noch Hendrik Wolber (Hamburg) und der Kasseler Marc Schöne als Gründer und Vorsitzender gehören. Jedenfalls dreht Sxces in seiner Branche ein so großes Rad, wie es viele nicht vermuten. „Wir mögen diesen bodenständigen Status als Hidden Champion“, sagt Hartmut Brüchert.

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