Letzte Fahrt mit Tannengrün

Kasseler Amateurfilmer machen Herkulesbahn zum Star

Kassel. Der Andrang zur letzten Fahrt der Herkulesbahn war so groß, dass die Kasseler Verkehrsgesellschaft einen Zusatzwagen einsetzte. Geschmückt mit Tannengrün und Weidenkätzchen machte sich die Bahn am 11. April 1966  auf den Weg hinauf zu Kassels Wahrzeichen.

Nach über 60 Jahren kam das Aus für die beliebte Schienenverbindung.

Archiv-Video: Schaffnerin Christa & die Herkulesbahn

In Erinnerung ist die Herkulesbahn bis heute geblieben. Die beiden Kasseler Amateurfilmer Karl-Heinz Roth und Werner Kossin haben einen sehenswerten Film mit Berichten von Zeitzeugen und bislang unveröffentlichten Aufnahmen gemacht, der ab sofort erhältlich ist. Sie würdigen auch den Erbauer der Herkulesbahn, Gustav Henkel.

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Der war ein Pionier und errichtete im Mai 1893 an der Hunrodstraße (Bad Wilhelmshöhe) ein mit Braunkohle betriebenes Elektrizitätswerk. Von dort wurden die umliegenden Villen mit Strom versorgt. Sie hatten als erste Privathäuser in Kassel elektrisches Licht. Die Wärme des Kraftwerks nutzte Henkel für das Palmenbad mit seinem 100 Quadratmeter großen überdachten Schwimmbassin. Für den Transport der Kohle aus dem Habichtswald plante und baute Henkel eine Bahn.

Ab 1902 transportierte die Herkulesbahn zunächst die im Habichtswald geförderte Braunkohle und den Abbau der vielen Steinbrüche. Der Personenverkehr startete kurze Zeit später. Insbesondere am Wochenende war der preiswerte Ausflug mit der Herkulesbahn eine Attraktion. Wintersportler nutzten die Verbindung hinauf auf Kassels Hausberg, das Hohe Gras. Von der Friedenstraße in Wehlheiden fuhren ebenso Bahnen wie vom Luisenhaus zum Brasselsberg. Der Güterverkehr wurde bereits 1961 eingestellt, da nach dem Zweiten Weltkrieg der Bergbau stark zurückging.

Dem Ende des Personenverkehrs mit der Herkulesbahn im Jahr 1966 trauern heute noch viele Menschen nach.

Homepage des Fördervereins: www.neue-herkulesbahn.de 

So war die alte Herkulesbahn

Linie 13: Die Aufnahme aus den 1950er Jahren entstand an der Kreuzung zur Heinrich-Schütz-Allee. Damals war die Bebauung noch nicht so dicht wie heute. Man konnte noch nahezu ungestört über Kassel blicken. Alle Fotos auf dieser seite stammen aus dem Nachlass von Otto Schlarbaum.
Linie 13: Die Aufnahme aus den 1950er Jahren entstand an der Kreuzung zur Heinrich-Schütz-Allee. Damals war die Bebauung noch nicht so dicht wie heute. Man konnte noch nahezu ungestört über Kassel blicken. Alle Fotos auf dieser seite stammen aus dem Nachlass von Otto Schlarbaum. © 
So war die alte Herkulesbahn
Ende der Linie 13: Am 11. April 1966 rollte die Herkulesbahn zum letzten Mal durchs Druseltal. Die beiden Fahrzeuge konnten die vielen Menschen, die nochmal mitfahren wollten und sich an der Endstation dem Fotografen stellten, kaum aufnehmen. © Lengemann
So war die alte Herkulesbahn
 © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Von 1903 bis 1966 brachte sie die Fahrgäste zum Herkules und auch wieder zurück: Die Herkulesbahn, die hier auf einem Bild in den Anfangsjahren festgehalten wurde. © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Bergbahn-Idylle: Ein Zug der Herkulesbahn auf dem Weg zur Endstation im Bergpark Wilhelmshöhe. Die einstige Endstation (links im Bild) lag unterhalb des Herkules-Bauwerks. © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Endstation Herkules, damals bequemer Ausgangspunkt für Wanderungen im Habichtswald. © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Straßenbahnaustellung im Stadtmuseum Aus Alt mach’ Neu: Von 1903 bis 1966 fuhr die Herkulesbahn bereits vom Palmenbad zum Herkules. Ein altes Plakat zeigt die damaligen Preise in Pfennig. © Archivfoto/Repro: Lantelme
So war die alte Herkulesbahn
Wagen 5 mit altem Bügel © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Einfahrt zum Steinbruch, Druseltal © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
 © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Alte Zeiten, alte Kleidung © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Neu Holland einst © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Wagen 21, Bj. 1903, Crede; 8,12 m Länge, 42 Personen, hier beim Reichskriegertag 1936 © Archiv
Abzweig im Druseltal: An der Gaststätte Neuholland, die bis heute in Betrieb ist, bog die Straßenbahn in Richtung Herkules ab.
Abzweig im Druseltal: An der Gaststätte Neuholland, die bis heute in Betrieb ist, bog die Straßenbahn in Richtung Herkules ab. © 
So war die alte Herkulesbahn
Wagen 28, Bj: 1909, Herbrand; 9,57 m Länge, 33/44 Personen, Normalbesetzung und Ausnahmefälle © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Auf der Brücke an der Kohlenstraße © Archiv
Attraktive Endstation: Hier stiegen die Fahrgäste aus und gingen das letzte Stück zu Fuß.
Attraktive Endstation: Hier stiegen die Fahrgäste aus und gingen das letzte Stück zu Fuß. © 
So war die alte Herkulesbahn
 © Archiv
privat
Zeitreise: Letzte Fahrt der Herkulesbahn durch die Hugo-Preuß-Str. vorbei am Luisenhaus © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Herkulesbahn im Winterkleid. 1956 © Kurt Hohman/nh

Die Geschichte der Kasseler Straßenbahnen in Bildern

Alte Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
Alte Straßenbahnen in Kassel
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Alte Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
Alte Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
Alte Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Alte Straßenbahnen in Kassel
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Alte Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg © Stadtarchiv/HNA
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
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Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 
Straßenbahnen in Kassel
Straßenbahnen in Kassel © 

Von Thomas Siemon

Der Film „Unsere Herkulesbahn und ihr Erbauer Gustav Henkel“ ist 60 Minuten lang und kostet 15 Euro (plus zwei Euro Versand).
Kontakt: Werner Kossin Telefon (0561)24698 und Karl-Heinz Roth (nach 18 Uhr, Tel. 516364.

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