105 Turnierwurfsportler kamen zur deutschen Meisterschaft auf die Waldauer Wiesen

Kasseler Angler fischten Pokale

Deutsche Meisterschaften im Turnierwurfsport der Binnen- und Meeresfischer in Kassel: Auf den Waldauer Wiesen im Bild zu sehen ist Marco Schmidt aus Fuldatal, der in der Meisterklasse deutscher Meister wurde. Hier ist er bei den Vorbereitungen in der Disziplin Zielwurf. Foto: Schaffner

Kassel. Mehr als 100 Angler aus sechs Bundesländern haben auf den Sportplätzen der Waldauer Wiesen in Kassel die deutschen Meister im Turnierwurfsport der Meeres- und Binnenfischer ermittelt.

Auch Sportler aus der Region angelten sich Meistertitel: Marco Schmidt aus Fuldatal gewann in der Meisterklasse der Binnenfischer, Michael Seiler aus Söhrewald wurde deutscher Jugendmeister im Einzel sowie der Mannschaft (Binnenfischer), ein Herren-Quintett vom Verband Hessischer Fischer mit drei Anglern aus Nordhessen setzte sich bei den Meeresfischern gegen die anderen Teams durch.

„Die Stimmung war prächtig, alle wollen im nächsten Jahr wiederkommen“, sagte Turnierleiter Werner Landau (69) aus Vellmar nach den Wettkämpfen, bei denen 105 Breitensportler aus Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein Deutschlands beste Weit- und Zielwerfer kürten.

Unter den Siegern war auch Marco Schmidt. Er warf das 18 Gramm leichte Kunststoffgewicht auf stolze 92 Meter. Der 25-Jährige vom Sportanglerverein Chassalla sieht in den „Trockenübungen“ fernab eines Gewässers einen praktischen Nutzen: „Wer hier weit und genau werfen kann, profitiert auch beim richtigen Angeln.“

Während es beim Weitwurf eher auf den richtigen Schwung ankommt, benötigen die Angler beim Zielwerfen auch ein gutes Auge. Denn in dieser Teildisziplin müssen die Sportler ihre kleinen Gewichte mit mehreren Wurftechniken in einen je nach Wettbewerb 25 oder 50 Meter entfernten Zielkreis befördern. Schmidt traf als Einziger der Meisterklasse bei neun Versuchen sechsmal ins Zentrum.

„Mir hat das hier sehr viel Spaß gemacht“, sagte auch Käthe Havranek aus Berlin nach ihren Würfen. Sie nahm zwar keinen Pokal mit an die Spree, stand aber dennoch im Mittelpunkt der Meisterschaften. Denn die 83-Jährige war nicht nur die älteste Teilnehmerin, sie hat auch erst kürzlich mit dem Angeln angefangen. „Vor zwei Jahren wusste ich noch gar nicht, wie man eine Rolle anspricht“, sagte sie in bester Anglersprache und lacht. Nach eifrigem Training war sie dann auch zufrieden mit ihrer Leistung: Sie schleuderte die 18 Gramm auf respektable 57 Meter. (psn)

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