Untreue-Vorwürfe müssten erst geklärt werden

SPD fordert: Dr. Bernd Hoppe soll politische Ämter ruhen lassen

+
nein

Kassel. Die SPD erhebt als erste Fraktion Forderungen gegen den wegen Untreue zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilten Kasseler Anwalt Dr. Bernd Hoppe.

„Nachdem Herr Hoppe nun Revision eingelegt hat und ein weiteres Verfahren gegen ihn in Fulda läuft, erwarten wir von ihm, dass er sein Mandat bis zur vollständigen Klärung ruhen lässt“, sagt SPD-Fraktionschef Dr. Günther Schnell.

Man habe Hoppe Zeit gelassen, nach dem Urteilsspruch des Landgerichts die richtigen Schlussfolgerungen aus der – wenn auch nicht rechtskräftigen – Verurteilung zu ziehen. Zwar gelte die Unschuldsvermutung, doch erwarte die SPD, dass der Stadtverordnete bis zur Klärung der Vorwürfe seine Ämter ruhen lasse. Hoppe ist Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler und Piraten sowie des Eingabeausschusses und Mitglied in Ausschüssen. Offiziell darf er seine politischen Ämter weiterhin wahrnehmen.

„Wer moralisierend in der Kommunalpolitik auftritt, sollte seinen eigenen Maßstäben standhalten können“, meint Schnell. Er gehe davon aus, dass sich Hoppe spätestens nach dem Revisionsverfahren und einem möglichen Urteil in Fulda aus der Politik zurückziehe. Eine rechtskräftige Verurteilung schade Hoppes persönlichem Ansehen und der Kasseler Stadtverordnetenversammlung in Gänze, erklärt Schnell.

Hoppe wollte sich am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung nicht dazu äußern. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.