Niedrigste Quote seit 30 Jahren

Niedrigste Quote seit 30 Jahren: 2017 war Superjahr für Kasseler Arbeitsmarkt

Kassel. Das Jahr 2017 war arbeitsmarktpolitisch insbesondere für die Stadt Kassel das beste seit der Wiedervereinigung.

Ende Dezember lag die Arbeitslosenquote mit 7,4 Prozent 1,4 Punkte unter der des Vorjahresmonats und so niedrig wie seit Mitte der 1980er-Jahre nicht mehr. Damit waren zum Jahresende mit 7850 Betroffenen 1338 Menschen weniger ohne Job als im Dezember 2016. Zur Erinnerung: 2005, am arbeitsmarktpolitischen Tiefpunkt der Stadt, war mit fast 18 000 arbeitsfähigen Menschen in der Stadt fast jeder Fünfte erwerbslos.

Im Landkreis sank die Quote binnen Jahresfrist zwar nur um 0,3 Punkte auf aktuell 3,8 Prozent. Allerdings weist das Kasseler Umland gemeinsam mit den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder seit Jahren die geringste Quote in Nordhessen und seit dem Herbst einen Wert unter vier Prozent aus. Im Kreis Kassel sind somit aktuell 4804 Menschen auf Arbeitssuche.

Im Agenturbezirk Kassel, zu dem neben Stadt und Kreis auch der Werra-Meißner-Kreis zählt, sank die Quote auf Jahressicht um 0,7 Punkte auf 5,4 Prozent. Insgesamt sind aktuell 15 218 Menschen arbeitslos gemeldet – 2041 weniger als vor einem Jahr.

Die gute Entwicklung in Stadt und Kreis Kassel schlägt sich auch auf die Nordhessen-Quote nieder, die im Oktober erstmals seit 30 Jahren unter die des Landes rutschte und diese Position seit nunmehr drei Monaten hält. Und es spricht viel dafür, dass sich die positive Entwicklung in der Region auch in diesem Jahr fortsetzt. Die Arbeitsagentur geht im Jahresschnitt von 15 800 Arbeitslosen aus – fast 1000 weniger als im vergangenen Jahr. „Die Zeichen stehen gut, dass die Arbeitslosigkeit weiter abnimmt und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt“, sagte Agenturchef Detlef Hesse.

Allerdings wird es angesichts des Fachkräftemangels für Arbeitgeber immer schwieriger, freie Stellen zu besetzen.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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