In die Modernisierung der Hauptstelle werden 17 Millionen Euro investiert

Kasseler Bank baut um

Vor dem Umbau: Der Vorstand der Kasseler Bank mit (von links) Wolfgang Osse, Volker Stern und Vorstandschef Martin Schmitt vor der Hauptstelle am Scheidemannplatz. In die umfassende Modernisierung werden 17 Millionen Euro investiert. Foto: Herzog

Kassel. Die Kasseler Bank will ihre Hauptstelle an der Rudolf-Schwander-Straße 1 am Scheidemannplatz umbauen und umfassend modernisieren. Dafür wendet die Genossenschaftsbank in den nächsten beiden Jahren insgesamt rund 17 Millionen Euro auf.

Die beiden Architekten Dieter Erlen und Ulrich Hartmann aus Köln streben mit ihrer Planung eine Rückbesinnung auf die Architektur der 1950er-Jahre an. Um das Hauptgebäude attraktiv und zweckmäßig zu erschließen, wird der Anbau aus den frühen 80er-Jahren an der linken Seite des Hauses abgerissen und der Eingang an seinen ursprünglichen Standort zurückverlegt. Durch den Abriss wird für Fußgänger der Durchgang zur Schomburgstraße wieder möglich. Ein schmaler, neuer Anbau an der Nordwestseite des denkmalgeschützten Gebäudes wird für zusätzlichen Platz sorgen.

Insgesamt werden die Büroflächen um 1000 Quadratmeter vergrößert. Das umgebaute Haus soll sich wieder harmonisch in das denkmalgeschützte 1950er-Jahre-Ensemble rund um den Scheidemannplatz einfügen.

Das Innere des Hauses wird komplett entkernt, alle Verkabelungen und Rohrleitungen werden ausgewechselt, Wände eingerissen oder versetzt. So sollen moderne und flexible Flächen für eine optimale Büroorganisation entstehen. „Bei der Gestaltung des Service- und Beratungsbereichs ist es uns besonders wichtig, kundenfreundliche Räumlichkeiten zu schaffen, die alle Anforderungen an ein barrierefreies Gebäude erfüllen“, sagt Martin Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Bank. Nach Umbau und Modernisierung sei das im Jahr 1956 errichtete Gebäude auf dem neuesten bautechnischen und energetischen Standard.

So weit wie möglich sollen Firmen und Handwerksbetriebe aus der Region mit den Arbeiten für Umbau und Modernisierung beauftragt werden. „Aufgrund unserer regionalen Verbundenheit verfolgen wir besonders diesen Anspruch und sehen es als eine unserer Verpflichtungen, die Region, in der wir leben und arbeiten, auch auf diese Weise zu fördern“, bekräftigt Schmitt.

Dass mit der Planung für das umfangreiche Bauvorhaben, das im Frühjahr 2013 abgeschlossen werden soll, das Kölner Architekturbüro Erlen Partner Architekten beauftragt wurde, hängt damit zusammen, dass dieses Büro seit nahezu 30 Jahren die Bauvorhaben an der Hauptstelle betreut und umgesetzt hat. In über 50 Jahren war das einst deutlich kleinere Haus mehrfach erweitert, aus- und umgebaut worden.

Erhalten bleiben wird auf jeden Fall der großzügige und lichte Kundenbereich mit dem Glaskuppeldach im Zentrum des Gebäudes. Dieser Raum soll nach dem Umbau auch weiterhin für kulturelle Veranstaltungen in der Kasseler Bank genutzt werden.

Von Jörg Steinbach

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