Kreditinstitut setzte seine Erfolgsserie 2013 fort

Die Kasseler Bank glänzt - 2,9 Millionen Euro Gewinn

Martin Schmitt

kassel. Die Kasseler Bank glänzt auch im 150. Jahr ihres Bestehens mit sehr guten Zahlen. „Es war ein schönes Jahr mit einem schönen Ergebnis“, fasste Vorstandschef Martin Schmitt die zurückliegenden zwölf Monate zusammen.

Angetrieben von einer starken regionalen Konjunktur sowie der hohen Nachfrage nach Immobilienkrediten sowohl für den Erwerb als auch für die Modernisierung von Gebäuden hat das genossenschaftliche Geldhaus seine Erfolgsserie der vergangenen Jahre auch 2013 fortgesetzt und in Teilbereichen sogar noch eine Schippe draufgelegt.

Das Geschäftsvolumen der Bank, die in Stadt und Kreis Kassel sowie im Kreis Waldeck-Frankenberg 120.000 Kunden hat, blieb mit 1,86 Milliarden Euro auf hohem Niveau stabil, ebenso die Kundeneinlagen mit 1,55 Mrd. Euro. Das Kreditvolumen legte nochmals um 34 Mio. Euro oder 3,2 Prozent auf nunmehr 1,1 Mrd. Euro zu – vor allem infolge der starken Bautätigkeit in der Region.

Unterm Strich verdiente die Kasseler Bank 2,9 Mio. Euro – ein Plus von 16 Prozent. Davon profitieren auch die mittlerweile gut 37.000 Mitglieder. Sie bekommen vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung am 4. Juni eine Dividende von vier Prozent plus einen Jubiläumsbonus von weiteren 1,5 Prozent. Profiteure der guten Entwicklung sind aber auch Staat und Gemeinwesen. 4,8 Mio. Euro zahlte die Bank an Steuern, für soziale, kulturelle und sportliche Einrichtungen und Veranstaltungen flossen insgesamt 395 000 Euro.

„Menschen vertrauen uns“

Neben „qualifizierten und motivierten Mitarbeitern und ausgezeichneten Produkten“ nannte Schmitt als Grund für das gute Abschneiden seines Hauses auch das genossenschaftliche Geschäftsmodell als solches. „Die Menschen vertrauen uns“, so der Banker. Und als Beweis führt er an, dass im vergangenen Jahr 1423 neue Mitglieder gewonnen wurden. „Wir sammeln das Geld bei unseren Kunden ein und verleihen es wieder“, beschreibt er das ebenso einfache wie effiziente Geschäftsmodell der Genossen.

Und damit verdient die Kasseler Bank natürlich. Die Zinsspanne erhöhte sich 2012 von 2,35 auf 2,49 Prozent. Sie beschreibt die Differenz zwischen dem Zins, den die Bank selbst zahlt, und jenem, den sie berechnet. Schmitt betonte aber auch, dass die Zinseinnahmen im Zuge auslaufender Kredite mit hohen Spannen in den kommenden Jahren sinken würden, weil Anschlusskredite sehr viel billiger sind und somit für die Bank weniger Marge abwerfen. Die zweite große Einnahmequelle sind Provisionen. Sie blieben mit rund zwölf Mio. Euro stabil.

Die vergangenen zwei Jahre waren für Bank und Mitarbeiter besonders herausfordernd. So wurde das Hauptgebäude für 17 Mio. Euro komplett erneuert. Außerdem entstand für sechs Mio. ein kombiniertes Parkhaus und Bürogebäude.

Von José Pinto

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