Baden im See ist während des Einsatzes möglich

Wasserspiele im Kasseler Buga-See: Feuerwehr reichert Wasser mit Sauerstoff an

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Unterschiede auf dem Luftbild gut zu erkennen: Unten das blau-grünlich getrübte Wasser des Bugasees, in der Mitte die Fulda und oben die Außenbecken des Auebades am Auedamm. 

Kassel. Damit der Algen-Tümpel in der Fulda-Aue nicht zur ökologischen Katastrophe wird, rückt am heutigen Freitag die Kasseler Berufsfeuerwehr an. Zu bewundern sind dann Wasserspiele mit großer Fontäne im Bugasee.

Der ungewöhnliche Einsatz soll wieder mehr Sauerstoff ins Wasser bringen. Denn im Bugasee „haben die Algen aufgrund des anhaltenden hochsommerlichen Wetters wieder massiv zugenommen“, sagt Stadt-Pressesprecher Claas Michaelis.

Durch die Algendecke an der Wasseroberfläche falle ins tiefere Wasser kaum noch Licht ein, was wiederum zu Sauerstoffmangel im Gewässer führe. Das städtische Umwelt- und Gartenamt hat deshalb die Feuerwehr Kassel gebeten, mit einem Boot und mehreren starken Pumpen das Wasser umzuwälzen und als Fontäne wieder in den See fallen zu lassen.

Der Einsatz zur Anreicherung des Bugasee-Wassers mit Sauerstoff ist am heutigen Freitag zwischen 9.30 Uhr und 14 Uhr geplant. In dieser Zeit sei das Baden im See weiterhin möglich, erklärt Michaelis. Allerdings bitte die Feuerwehr darum, dass die Einsatzkräfte bei den Arbeiten nicht behindert werden.

Mit der Umwälzung des Wassers solle getestet werden, ob dadurch mehr Sauerstoff in das Gewässer gebracht werden und so einer Verschlechterung des Gewässerzustandes entgegengewirkt werden kann.

Um dies beurteilen zu können, würden vor und nach der Feuerwehr-Aktion Gewässerproben von einem beauftragten Fachbüro entnommen und untersucht. Sollte die Fontänen-Aktion zur erhofften Verbesserung des Gewässerzustandes führen, „wäre die Stadt Kassel im Bedarfsfall gut gerüstet, um den Buga-See vor Schlimmerem zu bewahren“, erklärt Michaelis.

Badeverbote

Schon öfter musste der Buga-See im Sommer zum Baden gesperrt werden, weil sich im Wasser die oft Blaualgen genannten Cyanobakterien ausgebreitet hatten. Etwa 40 der insgesamt 2000 Cyanobakterienarten erzeugen ein Gift, das bei Menschen Hautreizungen oder beim Verschlucken von Wasser Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen verursachen kann. Derzeit ist das Baden im Bugasee zwar nicht verboten, das städtische Gesundheitsamt rät aber davon ab.

Bei der extremen Hitze der vergangenen Tage vermehren sich die Blaualgen stark, weil zudem das Wasser im See vermehrt mit Pflanzennährstoffen wie Phosphor und Stickstoff angereichert ist.

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