Stadt ließ unter Wasser mähen

Sicherer für Schwimmer: Bugasee an Stränden wieder pflanzenfrei

Kassel. Baden im Bugasee ist seit Dienstag für die Gäste wieder angenehmer und sicherer. Ein Baggerboot mähte an allen Badestränden am Bugasee im Auftrag der Stadt rund ein Hektar der insgesamt zehn Hektar Wasserpflanzen.

Das war zuletzt vor fünf Jahren geschehen, teilte Jörg Gerhold, Abteilungsleiter Grünflächenerhaltung vom Umwelt- und Gartenamt mit.

Das Mähen der Unterwasserfplanzen ist insbesondere ein Service für die Badegäste, sagte Wolf Grebing, Sachgebietsleiter beim Umwelt- und Gartenamt. Für viele sei es unangenehm, wenn sich mit Pflanzen wie der Wasserpest in Berührung kämen. Eine Gefahr durch die Pflanzen bestünde im Normalfall nicht, sagte Grebing.

Lesen Sie auch:

Nach Leichenfund in der Buga: „Die Pflanzen sind keine Gefahr“

Toter im Buga-See: 60-Jähriger hatte Herzinfakt beim Schwimmen

Leiche aus dem Bugasee: Vermutlich tragischer Badeunfall

Einige Badegäste hatten sich im vergangenen Sommer gegenteilig geäußert. Eine 43-Jährige Frau hatte sich beispielsweise beim Schwimmen im See in den Pflanzen verheddert und wurde von anderen Gästen gerettet. Ein anderer Badegast hatte ebenfalls Hilfe benötigt, weil er nach eigenen Angaben in den Pflanzen festhing. Der Bugasee wurde daraufhin zeitweise gesperrt. Mit einem speziellen Baggerboot mähte Klaus-Stephan Schunke von der Firma Gewässerschutz und Aquakultur am Dienstag die Pflanzen in bis zu 2,20 Metern Tiefe im Bereich der Badestrände. Das Pflanzenmaterial wurde anschließend aus dem See gefischt und abtransportiert. 2500 Euro kostet die Mahd.

Im Bugasee wurde gemäht: Strände wieder algenfrei

Man habe, im Gegensatz zu den Jahren vor 2008, aufgrund eines Gutachtens jetzt erst wieder die Pflanzen gemäht, sagte Gerhold vom Umwelt- und Gartenamt. Das Gutachten von der Firma Ecoring aus Hardegsen hatte empfohlen, die Pflanzen wachsen zu lassen, damit keine Blaualgen entstehen. Die Wasserpflanzen produzierten Sauerstoff und böten der Alge damit keinen guten Nährboden. Blaualgen sind giftig und schädlich für Badegäste, etwa, wenn sie Wasser schlucken.

Von Max Holscher

Rubriklistenbild: © Holscher

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.