1. Startseite
  2. Kassel

Neues Apartmenthaus an Friedrichsstraße: Kasseler Design soll Gäste locken

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Bastian Ludwig

Kommentare

Wohnen mit Unikaten: Mats Martinsohn und Kirstin Homburg-Kleinkauf in einem der Apartments, die ausschließlich mit Möbeln lokaler Designer eingerichtet sind. Annabell Ackermann (rechtes
Wohnen mit Unikaten: Mats Martinsohn und Kirstin Homburg-Kleinkauf in einem der Apartments, die ausschließlich mit Möbeln lokaler Designer eingerichtet sind. © Bastian Ludwig

Pünktlich zum Start der documenta war alles fertig. Anderthalb Jahre hat es gedauert, dass historische Wohnhaus an der Friedrichsstraße 13 zu sanieren und in ein Apartmenthaus zu verwandeln.

Kassel - Unter dem Namen „Well Pretty Places“ stehen dort nun fünf Ferienwohnungen zur Verfügung, die komplett mit Möbeln und Accessoires von lokalen Designern sowie Flohmarktfundstücken ausgestattet wurden. Stilsichere Nachhaltigkeit ist das Konzept des Hauses, das unweit des Hotels Hessenland steht.

Wer durch das Apartmenthaus läuft, ist erstaunt, wie vielfältig die lokale Designlandschaft inzwischen ist: Die Betten von der nachhaltigen Möbelmanufaktur Fuchs und Habicht aus Ahnatal, die Fliesen von der Kasseler Firma Shards, die ihre Produkte aus Bauschutt herstellt, die Bettwäsche aus Hanf und zahlreiche Möbel von Viermalvier Design und den Ästhetischen Werken aus Kassel. Ein Hingucker sind auch die Papierlampen von Susanne Stein. Viele Einrichtungsgegenstände – wie etwa Gläser – stammen aus dem Gebrauchtwarengeschäft Fair Kaufhaus. An den Wänden hängen Fotos des Kasseler Fotografen Fernando Vargas, die dieser mit einer Lochbildkamera gemacht hat.

Das Ergebnis ist eine Gemeinschaftsleistung: Kirstin Homburg-Kleinkauf, Sophie Roscher, Annabell Ackermann und Mats Martinsohn haben sich in monatelanger Arbeit um die Ausstattung gekümmert. Sie alle sind aus der Kasseler Gastro- und Designszene bekannt und arbeiten für die UK 14 GmbH, die auch die Eventlocation an der Unteren Karlsstraße betreibt. Das Unternehmen hat das Apartmenthaus zunächst für zehn Jahre angemietet, um es als solches zu betreiben.

Gehören zum Team: Annabell Ackermann (sitzend) und Sophie Roscher haben mit eingerichtet.
Gehören zum Team: Annabell Ackermann (sitzend) und Sophie Roscher haben mit eingerichtet. © Bastian Ludwig

Das Gebäude besteht aus zwei Zwei-Personen-Apartments mit je 45 Quadratmetern und drei Apartments mit 60 Quadratmetern, in denen bis zu vier Personen Platz haben. „Die Wohnungen sind eher eine Art bewohnbarer Konzeptstore. Viele der Einrichtungsgegenstände sind Prototypen“, sagt Homburg-Kleinkauf. Jede Wohnung folgt zudem einem anderen Farbkonzept.

Vor dem Start der documenta hatten die Gastgeber bereits 50 Reservierungen. Es gebe aber noch Kapazitäten für die Kunstschau. Die Mindestbuchungsdauer beträgt drei Nächte. Das Haus ist nicht barrierefrei. Familien sind willkommen. Ausgeschlossen sind Junggesellenabschiede und Hochzeitsfeiern. Zudem ist es möglich, auch das komplette Haus für bis zu 16 Personen zu mieten. Gerade Firmen hätten daran Interesse, erzählt Homburg-Kleinkauf.

Die Preise beginnen bei etwa 200 Euro pro Nacht und Apartment – wobei es aktuell Rabatte zum Start des Angebots gibt. Um den Gästen den Aufenthalt so komfortabel wie möglich zu machen, können diese auch einen vollen Kühlschrank mit Produkten aus der Region hinzubuchen. (Bastian Ludwig)

well-prettyplaces.de

Auch interessant

Kommentare