70-Jähriger nahm Fehler unserer Zeitung mit Humor

Von wegen tot: Kasseler Disko-Legende Frank Rusteberg ist putzmunter

Frank Rusteberg

Kassel. In einem Artikel in der gedruckten HNA über die einstige Kasseler Disko Prigogine haben wir Betreiber Frank Rusteberg für tot erklärt. Der Gastronom nimmt den Fehler mit Humor.

„Mir geht es bestens und ich fühle mich jung geblieben“, sagt der ehemalige Betreiber der Diskothek Prigogine, Frank Rusteberg, am Telefon. Seine freundliche, heitere Stimme beruhigt, denn: In dem Artikel mit dem Titel „Vom kühlen Yello zum bunten Prigo“ hatten wir Rusteberg, der in Berlin lebt, fälschlicherweise für tot erklärt. Rusteberg nimmt die Geschichte mit Humor: „Ich bin schon den ganzen Morgen total depressiv“, sagt er voller Ironie und lacht herzhaft. Es habe ihm nur leidgetan, dass seine beiden 30 und 32 Jahre alten Kinder wohl geschockt gewesen sein müssen, als sie in der Zeitung von seinem vermeintlichen Tod gelesen haben.

Wir möchten uns für diesen Faux Pas und die Schocks, die er ausgelöst hat, entschuldigen. Er ist wohl darauf zurückzuführen, dass Rusteberg, der in Kassel außerdem als Gastronom unter anderem im ehemaligen „Truthahn“, im „Freudenhaus“ und im Herbsthäuschen bekannt ist, eben eine echte Legende ist. Es werden sich sagenhafte Geschichten über ihn erzählt, und jeder weiß was, denn: Halb Kassel kennt Frank Rusteberg. Schon drei Mal, so erzählt er amüsiert, sei das Gerücht seines Ablebens kursiert.

Herbsthäuschen"-Wirt Frank Rusteberg (rechts) und "Orangerie"-Chef Frank Marth im Jahr 1998.

Der quicklebendige Frank Rusteberg lebt seit fünf Jahren in Berlin, wo der Rentner vor knapp einem Monat seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. In Kassel, wo er noch viele Freunde hat, halte er sich nur noch selten auf.

An die Zeit in Nordhessen erinnert er sich noch heute gerne zurück: „Die 80er-Jahre waren die kreativste Phase in meinem Leben. Neben dem Yello und dem Prigogine in der Kaufburg sei er als Gastronom in Kassel auch an weiteren Clubs beteiligt gewesen. In Berlin, wo er sich inzwischen sehr wohl fühlt, betrieb er in der Nähe des Ostbahnhofs ebenfalls einen „Techno-Laden“. „In Berlin ist viel mehr los in der Gastro- und Clubszene“, sagt er.

So zeigt uns auch diese Geschichte: Totgesagte leben länger und echte Legenden sterben nie.

Diese Promis wurden schon für tot erklärt

Nicht nur Frank Rusteberg hat vermeintlich schon das Zeitliche gesegnet. Immer wieder passiert es, dass Promis für tot erklärt werden - obwohl sie quicklebendig sind. Am Dienstag traf es Sylvester Stallone.

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