Drohnenabwehr-Spezialis

Kasseler Firma Dedrone hilft US-Ministerium für Verteidigung

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Jörg Lamprecht von Dedrone 2017 mit seinem Drone Tracker vor der Orangerie in Kassel.

Kassel. Der Kasseler Drohnenabwehr-Spezialist Dedrone kooperiert künftig mit dem US-Verteidigungsministerium bei der Entdeckung, Bewertung und Bekämpfung unbemannter Flugkörper.

Wie das Unternehmen mitteilte, werde man dem Ministerium Daten über zivile Drohnen liefern. Es geht darum, den Luftraum vor feindlichen Drohnen zu schützen.

Dedrone hat ein Drohnenwarnsystem entwickelt, das mittels Sensoren unbemannte Flugobjekte am Fluggeräusch und -verhalten, Form und Funksingale erkennt und Alarm schlägt. Die Basis bilden von Dedrone entwickelte Radiofrequenzsensoren, die Drohnen und Fernsteuerungen anhand ihrer Funksignale identifizieren und orten. DroneTracker, die Dedrone-eigene Software-Plattform, sammelt, verarbeitet und bewertet die Sensor-Informationen und bestimmt die Position des Piloten. Drohnen werden zur Spionage und zum Transport von Drogen und Kleinfeuerwaffen eingesetzt.

Überwachung eines Stadions

Branchenanalysten schätzen die jährlichen weltweiten Ausgaben für Anti-Drohnen-Ausrüstung auf bis zu 840 Millionen Euro und prognostizieren für die nächsten Jahre ein zweistelliges Wachstum.

Dedrone beschäftigt 70 Mitarbeiter, davon gut 40 am Entwicklungs- und Produktionsstandort in Kassel. Jährlich setzt das Unternehmen einen mittleren einstelligen Millionenbetrag um. (jop)

Die Entwicklung von Dedrone

Die Abwehr-Technik von Dedrone ist weltweit gefragt. 2016 hatte die Firma ihren Hauptsitz von Nordhessen nach San Francisco verlegt. Entwicklung und Produktion blieben aber in Kassel. 2017 stiegen US-Milliardäre steigen bei den Drohnenjägern ein.

Video der Firma Dedrone

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