RTL-Castingshow

Kasseler bei DSDS: Baby statt Bohlen

Kassel. Die Recalls beginnen: Jetzt dürfen alle Künstler, die es bei „Deutschland sucht den Superstar (DSDS)“ in die nächste Runde geschafft haben, ein zweites Mal vorsingen. Eine Runde weiter ist auch Michael Margraf aus Kassel.

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Dass ein Lastwagenunfall ihm zur Musik verhilft, hätte niemand gedacht. Der Kasseler ist fünf Jahre alt, als er mit seiner Mutter in Heiligenrode einkauft. Weil die Tüten so schwer sind, rennt er los, um einen Bollerwagen zu holen. Dabei rutscht er aus, stürzt, und ein LKW fährt über sein Bein. Er liegt im Krankenhaus und beginnt Musik zu machen. „Das war gegen die Langeweile“, erzählt Michael Margraf. Der erste Akkord, den er greifen kann, ist E-Moll. „Dafür braucht man nur zwei Finger.“

16 Jahre später geht er mit seiner Gitarre in der Hand in Göttingen beim Casting von „DSDS“ die Stufen zur Jury herunter. Er beginnt zu pfeifen, dann zu singen und zwar „I Follow You“ in der Version von Triggerfinger, die den Song von Lykke Li coverten. Für seinen Gesang bekommt der Lagerarbeiter Komplimente, auch von Dieter Bohlen. „Das macht mich stolz.“

Neben dem Lob gab es Kritik wegen seines Outfits und am Pfeifen. „Ich war so aufgeregt. Es kam einfach nichts raus“, sagt der Kasseler, der im Lager bei DHL arbeitete und derzeit eine neue Stelle in der Logistikbranche sucht. An seinem Kleidungsstil möchte er nichts ändern: „Ich ziehe mich normal an. Ich hatte mal einen Ohrring, aber den habe ich verloren.“

Ob Schmuck im Ohr oder nicht. Fakt ist: Michael Margraf schaffte es in die zweite Runde von „Deutschland sucht den Superstar“. Und das, obwohl er eigentlich gar nicht teilnehmen wollte. Aber seine Freundin Nina Engelbrecht brachte ihn zum Vorsingen. Eine besondere Bedeutung hatte „I Follow You“ für ihn nicht. Es zu singen, hatte ihm ein Mitarbeiter von „DSDS“ vor dem Singen vor der Jury geraten.

Michael Margraf weiß inzwischen genau, was er will: „Ich will mit meiner Musik Geld verdienen.“ Und das versucht er, bei „DSDS“ zu schaffen, aber nicht um jeden Preis. Denn er wird im März Vater. Wenn er sich zwischen der Geburt seines Kindes oder dem Auftritt vor einem Millionenpublikum entscheiden müsste, würde er die Geburt wählen. „Die Geburt eines Kindes ist etwas ganz Einzigartiges. Da möchte ich dabei sein.“

Zu sehen ist er morgen, Mittwoch, auf RTL ab 20.15 Uhr.

Von Magdalena Dräger

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