Pläne vorgestellt

Kasseler Feuerwehr: Neuer Stützpunkt entsteht im Osten

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Im Einsatz: Die Kasseler Feuerwehr rückte in den vergangenen drei Jahren jeweils mehr als 1000-mal zu Bränden aus.

Kassel.  Kassels künftiger Oberbürgermeister Christian Geselle hat die Pläne für die Feuerwehr Kassel vorgestellt. Die Themen sind: Konzentration der Kräfte und der Abbau von Überstunden. 

Der künftige Oberbürgermeister Christian Geselle hat gestern als Brandschutzdezernent den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr Kassel vorgelegt – gemeinsam mit Norbert Schmitz, dem Leiter der Feuerwehr, und Stadtbrandinspektor Jörg Straßer. Der Name des Werks klingt sperrig, dahinter stecken aber durchaus interessante Neuigkeiten. Die haben auch damit zu tun, dass sich die Aufgaben der Feuerwehr den sich ändernden Gegebenheiten anpassen müssen.

Schließlich leben derzeit mehr Menschen in Kassel als noch vor zehn Jahren, als der letzte Entwicklungsplan erstellt wurde. Das hohe Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen rund um die Stadt sorgt zudem für eine andere Gefährdungslage. Außerdem muss die Stadt auf die hohe Zahl an Überstunden eingehen. Was also soll passieren?  

DAS SOLL SICH ÄNDERN 

Sanierung der Feuerwache 2: Das geplante Vorhaben an der Dönche geht einher mit der Überlegung, mit dem Land Hessen zu kooperieren. An die Feuerwache 2 grenzt nämlich die Landesfeuerwehrschule. Nun könnte beides zusammengelegt werden. Geselle spricht von Gesprächen, die am Anfang sind. Am Ende könnte eine Art gemeinsame Wache stehen, die zu Übungszwecken dem Land dient, aber im Ernstfall eben auch der Stadt. 

Zahl der Wachen reduzieren: Insgesamt gehören zur Kasseler Feuerwehr die beiden Wachen der Berufsfeuerwehr und sieben Feuerwehrhäuser der freiwilligen Wehren. Von denen sollen das Haus in Waldau und das in Forstfeld in einen neuen Stützpunkt für den Kasseler Osten aufgehen, in dem auch Teile der Berufswehr untergebracht werden soll. Ein Grundstück dafür hat die Stadt schon ins Auge gefasst. Von dort soll die Feuerwehr dann schneller sein, wenn sie Einsätze auf der Autobahn hat. Insgesamt will die Stadt die Berufsfeuerwehr und die freiwillige Feuerwehr näher zusammenführen. Die einzelnen Feuerwehrvereine sollen erhalten bleiben. 

Überstunden abbauen: Derzeit stehen 60 000 Überstunden auf den Konto der Berufsfeuerwehrleute. Das hat mit veränderten Arbeitszeitmodellen, gesetzlichen Bestimmungen und Ausfällen zu tun – zum einen. Zum anderen sind nicht alle der 250 Stellen auch besetzt. Die Feuerwehr, so sagt es auch deren Leiter Schmitz, hat ein Nachwuchsproblem. Ein Tag der offenen Tür Ende August soll das Interesse an dem Beruf wecken. Des Weiteren will Dezernent Geselle die Feuerwehrleute, die Einsätze fahren, von Verwaltungsaufgaben befreien. 

DAS SOLL SO BLEIBEN 

Fahrzeuge und Geräte: Was die Ausstattung anbelangt, so sind keine großen Änderungen geplant. Fahrzeuge und Geräte, die nicht mehr funktionstüchtig sind, sollen ersetzt werden. An eine Aufstockung der Ausrüstung ist aber nicht gedacht. Die Verantwortlichen sind der Meinung, mit dem Vorhandenen einen guten Schutz für die Stadt gewährleisten zu können.

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