Kasseler gewann beim Hessenwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“

Witzige Idee: Jacob Roelcke (14) hat ein dreiwöchiges Praktikum im Kindergarten Kunterbunt absolviert. Seinen Bericht zieren aus Pappe gebastelte Kinderfiguren. Foto: Koch

Kassel. Der erste Platz geht nach Kassel. Der 14-jährige Jacob Roelcke hat in der Kategorie „Integrierte Gesamtschule“ beim hessischen Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“ gewonnen. Jacob Roelcke besucht die Kasseler Reformschule.

Die Luisenschülerin Katharina Nestmann gewann in der Kategorie „Realschule“ den zweiten Platz.

Bereits zum viertem Mal wurden von der Arbeitgeberorganisation Hessenmetall und den Arbeitskreisen „Schule Wirtschaft“ Preise für die besten Praktikumsberichte vergeben. Prämiert wurden Dokumentationen von Schülern sechs unterschiedlicher Schulformen. Lehrer wählten vorab die besten Berichte aus und übergaben ihre Vorschläge einer regionalen Jury. Ausschlaggebend waren dabei die formale Struktur, Inhalt, Gestaltung und Kreativität.

Geschrieben hat der Erstplatzierte Jacob Roelcke seinen Bericht, der mit 100 Euro prämiert wurde, über ein dreiwöchiges Praktikum beim „Kindergarten Kunterbunt e.V.“, das er in der 8. Klasse der Reformschule Kassel absolviert hat. Aus Pappe gebastelte Kinder zieren Jacobs Praktikumsbericht. Zusammen mit zahlreichen Fotos, die seinen Arbeitsalltag zeigen, machen sie ihn zu einer auffälligen Produktion. Über seine kunterbunten Erlebnisse hat der Schüler einen Kurzfilm gedreht, den er ohne fremde Hilfe am Computer geschnitten hat. Mit zahlreichen Effekten, wie „Slow Motion“ oder Zeitraffer, setzt er die Kleinen gekonnt in Szene.

Der Schüler hat den Erzieherinnen des Kindergartens bei der Betreuung der „Glühwürmchengruppe“ assistiert, zu der 20 Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren gehören. „In der Gruppe wird nicht nur gespielt, sondern spielend gelernt“, berichtet der Sieger. Hier wird den Kindern beispielsweise spielerisch beigebracht, wie sie sich untereinander helfen und trösten, wenn nach dem Herumtoben das Knie schmerzt.

Seine Freizeit nutzt der umtriebige Junge für den Dreh kurzer Filme über seinen Alltag, die er bereits in der Schule zeigen durfte.

Ob er später Kindergärtner werden will, da ist sich Jacob unsicher. „Ich weiß erst jetzt, wie anstrengend und laut Kinder sein können. Das war eine tolle Zeit, den Traumjob muss ich aber noch finden“, sagt der 14-Jährige mit einem Augenzwinkern.

An Interessen mangelt es ihm jedenfalls nicht. Neben dem regelmäßigen Cellounterricht tanzt er „Breakdance“ und sucht im „Schülerforschungszentrum“ in Kassel gemeinsam mit Gleichaltrigen nach Ideen für neue Technikprodukte.

Von Jesko Giessen

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