Vierter Klettermarathon: Meter für Meter nach oben

Kassel. 18 Teams starteten beim 4. Kasseler Klettermarathon im DAV Kletterzentrum Nordhessen auf der Marbachshöhe. Bei dem Wettbewerb geht es darum, dass die Zweier-Teams, die sogenannten Seilschaften, gemeinsam so viele Höhenmeter erklettern wie möglich.

Und das sowohl an der Kletterwand, wo sich die Teams gegenseitig mit Seil und Gurt sichern müssen, als auch beim Bouldern - so nennt man das Klettern ohne Sicherung in Absprunghöhe. Zeit hatten die Seilschaften von 10 bis 18 Uhr, unterbrochen von einer halbstündigen Pause.

Ein Team bildeten auch die beiden neunjährigen Noel Ritter und Henri Sternebeck aus Kassel. Die beiden klettern seit etwa drei Jahren, üben dreimal die Woche. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man eine Route geschafft hat“, sagt Noel. Am Ende schaffen sie zusammen 2620 Meter und belegen in der Gruppe „Youngster“ Platz eins.

Früh übt sich: Noel Ritter war mit neun Jahren einer der jüngsten Teilnehmer.

Aber eigentlich geht es laut Eva Triebel, Geschäftführerin des Kletterzentrums, beim Klettermarathon nicht um Leistungsdruck. „Die Idee ist, gemeinsam Sport zu erleben“, sagt sie. Das Klettern sei mittlerweile zum Breitensport geworden. Allein die Sektion Kassel des Deutschen Alpenvereins (DAV) zählt etwa 5000 Mitglieder. Vor allem das Bouldern habe in jüngster Zeit extrem zugenommen. „Wir stoßen bald an unsere Grenzen“, sagt sie. Vor allem die Kletterkurse seien sehr gefragt. Da beim Klettern der ganze Körper angesprochen werde, bekomme der Sport inzwischen auch für die Gesundheitsprävention eine immer stärkere Bedeutung.

Die Seilschaften beim Klettermarathon starteten je nach Leistungsklasse in drei Kategorien. Das heißt, leistungsstärkere Teams mussten schwierigere Routen klettern als Leistungsschwächere. „Beim Klettern kommt es auf die Technik an, nicht auf die Kraft“, erklärt Triebel.

Tim Wiegler (15 ) und Philipp Liermann (17) aus Kassel klettern in einer Leistungsgruppe. „Ich mag die Herausforderung, immer schwierigere Routen anzugehen“, sagt Wiegler. Das bestätigt auch Liermann. „Außerdem kann man sich beim Klettern auch richtig auspowern“, sagt er. Gemeinsam schafften sie 2240 Meter, das ist Platz zehn in der Gesamtwertung. Auf dem ersten Platz landeten Thomas Kruschat und Rainer Schunder aus Kassel mit 3290 Metern. Preise wurden getreu der Idee des gemeinsames Sporterlebnisses unter allen Teilnehmern ausgelost.

Von Mirko Konrad

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