Filiale an der Treppenstraße

Erfolgsgeschichte aus Kassel: Mode-Label Soki eröffnet zweiten Laden

Soki-Inhaberin Kira Kimm mit Töchterchen Marta an der Treppenstraße vor der künftigen zweiten Filiale des Kasseler Mode-Labels
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Der Umbau läuft: Soki-Inhaberin Kira Kimm mit Töchterchen Marta an der Treppenstraße vor dem Ladenlokal, das bisher ein Ableger des gegenüber liegenden Geschäfts Glücksgriff war.

Das Mode-Label Soki eröffnet in Kassel einen zweiten Laden. Die neue Filiale soll an der Treppenstraße entstehen und bereits im Sommer öffnen.

Kassel – Trotz schwieriger Corona-Zeiten gibt es auch Modeeinzelhändler in Kassel, die sich jetzt die Eröffnung eines zusätzlichen Ladengeschäfts zutrauen. Das Kasseler Mode-Label Soki, spezialisiert auf nachhaltigen Upcycling- Chic und seit 2016 an der Friedrich-Ebert-Straße ansässig, wird demnächst auch an der Treppenstraße zu finden sein. Im ehemaligen Ableger des Wohndeko- und Geschenkeladens Glücksgriff laufen die Umbauarbeiten für einen zweiten Soki-Store, was an einem Transparent im Schaufenster zu erkennen ist.

„Wir wollten einfach mal mutig sein“, sagte Inhaberin und Gründerin Kira Kimm, die am Mittwoch bei den Arbeiten am künftigen Zweit-Standort vorbeischaute. Berufliche Flexibilität ist für sie momentan gefragt, denn Mitte März ist Töchterchen Marta geboren. Gleichwohl hat es sich Kimm zugetraut, parallel ihre geschäftlichen Aktivitäten auszuweiten.

Mode-Label aus Kassel: Filiale an der Treppenstraße kommt im Juni oder Juli

Der Anstoß dazu kam nach ihren Worten aus dem Kasseler Netzwerk des Soki-Teams: Als die Betreiber des „Glücksgriff“ entschieden hatten, sich künftig nur noch auf ihr Hauptgeschäft gegenüber zu konzentrieren, seien sie auf Kira Kimm zugegangen – wohl mit dem Kalkül, dass sich ergänzende Sortimente die obere Treppenstraße attraktiver fürs Einkaufspublikum machen – und hätten ihr das Ladenlokal direkt angeboten.

Neu im achtköpfigen Soki-Team ist nach Angaben von Mitarbeiterin Isabel Schroth auch bereits eine Filialleiterin für den künftigen Zweitstandort an der Treppenstraße. Dort sind schon erste Konturen der künftigen Einrichtung zu erkennen, einige Ladenmöbel müssen aber erst noch gebaut werden. Die Eröffnung des neuen Soki-Stores ist für Juni oder Juli geplant – verbunden mit der Hoffnung, dass dann schon mehr Normalbetrieb in Kassels Einzelhandel möglich sein wird. „Die Leute werden dann richtig Lust aufs Shoppen haben“, glaubt Kimm.

Boxershorts als Markenzeichen: Die Mitarbeiterinnen Rabea Böckenfeld und Isabel Schroth vor dem Soki Store an der Friedrich-Ebert-Straße.

Erfolgsgeschichte aus Kassel: Mode-Label Soki

Das von ihr und ihrer ursprünglichen Geschäftspartnerin Sophie Roscher gegründete Mode-Label hat sich seit 2015 zur kreativen Erfolgsgeschichte aus Kassel entwickelt. Die beiden Gründerinnen – der Name Soki setzt sich aus ihren Vornamen zusammen – hatten sich nach ihrer Ausbildung zu Maßschneiderinnen am Staatstheater Kassel selbstständig gemacht mit einer originellen Idee: Aus alter Bettwäsche, die auch angeliefert werden kann, schneidert Soki Boxershorts und Hemden als Unikate und bringt damit Handwerk und Nachhaltigkeit auf einen Nenner.

Rund um die Ursprungsidee ist inzwischen ein umfangreiches grünes Modekonzept gewachsen. Zweimal jährlich bringt Kira Kimm eine Streetwear-Kollektion aus Biobaumwolle heraus.

Es gibt nach dem Upcycling-Prinzip hergestellte Baby- und Kleinkinderbekleidung sowie auch nachhaltige Accessoires, Dekoartikel und Pflegeprodukte von anderen Öko-Labels. Soki vertreibt seine Produkte für einen grünen Lifestyle auch über einen Onlineshop. (Axel Schwarz)

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