Haftbefehl gegen zwei mutmaßliche Dealer

Kasseler Polizei stellt neun Kilogramm Heroin sicher

Kassel. Schlag gegen den Drogenhandel: Nach aufwändigen Ermittlungen der Kasseler Kripo und der Ermittlungsgruppe von Polizei und Zoll konnten vergangene Woche zwei mutmaßliche Drogendealer aus Kassel und einer nördlichen Umlandgemeinde festgenommen und neun Kilogramm Heroin sichergestellt werden.

Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch haben die Drogen einen Verkaufswert von mindestens 500.000 Euro.

Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft erließ der Haftrichter beim Amtsgericht in Kassel für beide Männer im Alter von 44 und 46 Jahren Untersuchungshaftbefehle. Umfangreiche Ermittlungen hätten die Drogenfahnder auf die Spur der Verdächtigen geführt.  Am Donnerstagabend, 13. Oktober, um kurz vor Mitternacht, stoppten Beamte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) Kassel den 44-Jährigen auf der A7 an der Abfahrt Kassel-Nord. In einem Versteck unter der Rücksitzbank des geräumigen Autos der gehobenen Mittelklasse hätten die Fahnder 18 Pakete zu jeweils 500 Gramm Heroin gefunden.

Sondereinsatzkommando war aktiv

Neben verschiedenen elektronischen Geräten stellten die Beamten bei dem Verdächtigen auch noch 1800 Euro und eine kleine Menge Kokain sicher. Weil er offenbar die Rauschgiftsuchhunde der Polizei ablenken wollte, hatte der Festgenommene einen kleinen Welpen mit auf seine Drogenfahrt genommen. „Aber auch das nützte ihm nichts“, sagt Jungnitsch.

Nachdem man den 44-Jährigen ohne größeres Aufsehen festgenommen habe, sei sein mutmaßlicher Auftraggeber an der Reihe gewesen. Den 46-Jährigen hätten die Ermittler in der Nacht zum Freitag in einer Gaststätte im Kasseler Osten angetroffen. Er wurde durch Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) Kassel festgenommen.

Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen, die mit Unterstützung durch Beamte verschiedener Kriminalkommissariate und Hundeführern des Reviers Mitte gemacht wurden, fanden die Beamten zwar nur noch ganz kleine Mengen Drogen, dafür aber Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen der Tatverdächtigen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen dauern an. (use)

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