Betrüger sind in Kassel aktiv

Kasseler Polizei warnt vor Anrufen von falschen Polizisten

Kassel. Betrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben, sind derzeit in Kassel aktiv. Sie versuchen Senioren einzuschüchtern und ihnen so Informationen zu Bankdaten und Wertsachen zu entlocken.

Die echte Polizei warnt vor dieser Masche. Allein am Montagabend waren drei Senioren betroffen. Bei einem 68-Jährigen aus Niederzwehren meldete sich ein angeblicher Kripo-Beamter. Dabei wurde eine Berliner Nummer auf dem Telefondisplay des Kasselers angezeigt. Der Anrufer warf dem Mann vor, von seinem Konto würden Überweisungen an ein Terrornetzwerk getätigt. Offenbar wollte er so an die Bankverbindung des Opfers gelangen. Der Kasseler durchschaute die Masche jedoch und alarmierte die Polizei.

Auch bei einer 77-Jährigen aus Oberzwehren und einer 92-Jährigen aus Nordshausen versuchten die Betrüger Beute zu machen. Unter anderem berichteten sie, dass Einbrecher in der Nähe festgenommen worden seien, die es auch auf die Senioren abgesehen hätten. Dann folgten Fragen zu Besitz von Wertsachen und Kontoständen. Zudem kündigten die Anrufer an, dass die Rentnerinnen in Kürze zur Vernehmung abgeholt würden. In allen Fällen schöpften die Opfer aber rechtzeitig Verdacht.

Tipps der Polizei gegen Betrüger

So sollte man sich bei betrügerischen Anrufen verhalten: 

• Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Polizeibeamter ist. Beenden sie das Telefonat und rufen Sie dann die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder der öffentlich bekannten Nummer (in Kassel: 0561/9100) an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. 

• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. 

• Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. 

• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. 

• Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Rubriklistenbild: © dpa

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