„Sie machen das volle Programm“

Hochwasser-Katastrophe: Einsatzkräfte aus Kassel unterstützen Rettungs- und Aufräumarbeiten

Unermüdlich im Einsatz: Aus ganz Hessen sind Helfer zur Unterstützung in die Hochwasser-Gebiete gekommen. Hier schleppen Mitglieder des Technischen Hilfswerks Sandsäcke.
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Unermüdlich im Einsatz: Aus ganz Hessen sind Helfer zur Unterstützung in die Hochwasser-Gebiete gekommen. Hier schleppen Mitglieder des Technischen Hilfswerks Sandsäcke.

Aufgrund der heftigen Unwetter und Überschwemmungen in Deutschland sind auch Einsatzkräfte aus Kassel in den Krisengebieten vor Ort. Wie lange, ist noch unklar.

Kassel/Kreis Kassel – Nach den verheerenden Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz* rücken immer mehr Helfer aus Nordhessen in die Unwetter-Krisengebiete aus. Hunderte hessische Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) und der DLRG sind mittlerweile im Einsatz. Auch aus der Luft kommt dringend benötigte Hilfe.

Unter den Einsatzkräften sind auch viele Helfer aus Kassel und dem Landkreis. Noch am Donnerstag waren 24 Mitglieder des THW-Ortsverbands Kassel Richtung Rheinland-Pfalz aufgebrochen. Insgesamt entsandte das THW Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland bisher etwa 1400 Einsatzkräfte in das Katastrophengebiet.

Die Kasseler Helfer sind nun im Bereich Bitburg eingesetzt, sagt THW-Landespressesprecher Michael Walsdorf. „Sie machen das volle Programm.“ Dazu zähle etwa der Transport und Verbau von Sandsäcken, Pumparbeiten und die Rettung von Menschen, die wegen der Wassermassen ihre Häuser nicht mehr verlassen können. Mit Helfern vor Ort zu sprechen ist momentan allerdings schwierig. Denn noch ist das Mobilfunknetz großflächig gestört. Dadurch können Einsatzkräfte und Angehörige auch viele vom Hochwasser Betroffene nicht erreichen.

Unwetter in Deutschland: Unklar, wie lange Einsatzkräfte aus Kassel vor Ort sind

Das THW rechnet wegen des Ausmaßes der Schäden mit einem langen Einsatz – auch, weil die Einsatzkräfte in den kommenden Wochen bei der Trinkwasserversorgung helfen und sich um Elektro-Arbeiten kümmern werden. Und auch Behelfsbrücken müssten laut Walsdorf gebaut werden. „Wie lange genau die Kollegen aus Kassel im Einsatz sind, kann ich nicht sagen“, so der Pressesprecher. Die Einheiten würden je nach Bedarf eingesetzt.

Seit gestern ebenfalls im Einsatz sind neben Luftrettern der DRK-Bergwacht aus Bad Wildungen auch Wasserrettungszüge der DLRG aus den Landkreisen Kassel und Schwalm-Eder. 41 Helfer waren am Freitagmorgen mit 15 Fahrzeugen am Rasthof Lohfeldener Rüssel in Richtung eines Sammelpunkts an der Düsseldorfer Messe gestartet. Von dort wurden die Kräfte weiter auf die Einsatzgebiete verteilt, um in den von Hochwasser und Starkregen besonders betroffenen Gebieten zu helfen. (Marie Klement) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Darüber hinaus koordiniert die Bundesbereitschaftspolizei Kassel-Fuldatal die Fluthilfe. Die flutartigen Unwetter sorgen für dramatische Szenen in vielen Orten Deutschlands. In einem Video ist eine spektakuläre Rettung zu sehen. 

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