Festumzug erntete viel Lob – Dennoch Kritik an Preisvergabe

„Kasseler sind sich nähergekommen“

Kassel. Wohl kein Umzug in Kassel war je internationaler, brachte mehr Religionen unter einen Hut und führte mehr soziale Gruppen und Einrichtungen  zusammen  als der Festumzug zum Stadtjubiläum am vergangenen Sonntag.

25 von insgesamt 189 Gruppen repräsentierten Nationen und Kulturen aus aller Herren Länder, gut ein Dutzend stellten soziale Einrichtungen oder Initiativen aus Kassel vor und sechs weitere Gruppen hatten einen religiösen Hintergrund. „Vor allem hat der Umzug viele ausländische Mitbürger zusammengebracht“, sagt Projektleiter Hans-Jochem Weikert. Entsprechend viel sei auch auf dem internationalen Markt mit 16 Teilnehmern und beim Fest der Kulturen mit 15 Programmpunkten los gewesen. Weikert: „Alles zusammen war es ein Spiegelbild der Stadt – ein Fest von Bürgern für Bürger. Kasseler sind sich ein gutes Stück nähergekommen.“

Kritik war noch am Sonntag über die Preisvergabe beim Wettbewerb um den schönsten Festzug-Beitrag aufgekommen. So war vermutet worden, dass die bolivianische Gewinner-Gruppe „Tinkus“ gar nicht aus Kassel stamme, sondern als professionelle Gruppe aus Berlin herbestellt worden sei. „Das ist nicht richtig“, sagt Weikert. „Von den 40 Teilnehmern der Gruppe ,Tinkus’ leben 15 in Kassel.“ Der Rest seien Freunde und Familienangehörige aus ganz Deutschland. So wie „Tinkus“ hätten 150 weitere Gruppen bei der Stadt den Kostümierungszuschuss in Höhe von 500 Euro beantragt – und auch bekommen.

Insgesamt habe die Stadt die teilnehmenden Gruppen auf diese Weise mit rund 75 000 Euro unterstützt.

Von Boris Naumann

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