Stadt bittet um bedachtes Wässern heimischer Privatgärten

Hitze und Trockenheit: Kasseler sollen sorgsam mit Wasser umgehen

Kassel. Die Trinkwasserversorgung in Kassel ist gewährleistet, wie die Städtischen Werke mitteilen. Die Stadt ruft dennoch dazu auf, Trinkwasser sorgsam zu gebrauchen.

Trotz der anhaltenden Hitze bleibt die Wasserversorgung in Stadt und Landkreis Kassel „absolut gewährleistet“, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Städtischen Werke Netz + Service GmbH (NSG). Die Trinkwassergewinnung aus Quellen, aus der Grundwasseranreicherung an der Fulda und vor allem aus Tiefbrunnen laufe aktuell allerdings schon am Rande der Leistungsfähigkeit.

Es gebe aber noch keinen Anlass, Wasser zu sparen. Nichtsdestotrotz rufen die NSG und die Stadt dazu auf, Trinkwasser nur sorgsam zu gebrauchen. Dazu gehöre auch ein bedachtes Wässern heimischer Privatgärten. Schließlich wisse derzeit niemand, wie lange die Hitzeperiode noch andauert, so Pijanka.

Das Kasseler Umwelt- und Gartenamt wässere derzeit Bäume, die frisch gepflanzt wurden oder besonders beansprucht sind, und angelegte Blumenbeete. „Rasenflächen zu wässern, lassen die vorhandenen Personalkapazitäten nicht zu und ist zudem fachlich auch nicht notwendig, weil der Rasen eine gute Regenerationsfähigkeit hat“, so Stadtsprecher Claas Michaelis.

Dass sich die Hitze massiv auf den Wasserverbrauch auswirkt, wird an folgenden Zahlen deutlich: In einem normalen Sommer würden in Kassel und Vellmar 33 000 Kubikmeter pro Tag verbraucht, derzeit sind es 50.000 Kubikmeter. Das liegt auch an dem gestiegenen Trinkwasserbedarf.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Damit die Besucher der 90er-Jahre-Party am Samstag im Auestadion ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden können, will der Veranstalter dort eine kostenlose Trinkwasserstelle zur Verfügung stellen.

Wie sehr sich die Menschen nach einer Abkühlung sehnen, wird auch an den Besucherzahlen in den drei Kasseler Freibädern deutlich: Dort wurden am Dienstag über 7600 Gäste gezählt. Allein im Wilhlemshöher Freibad gab es die Rekordzahl von 3252 Besuchern.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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