Tag der Bürgerstiftung: Verein Respekt und Telefonseelsorge wurden ausgezeichnet

Kasseler sollen stiften gehen

Auszeichnung: Von links Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, Cornelia Kramm-Rettberg (Telefonseelsorge), Christiane Grysczyk (Verein Respekt), Gabriele Ohligschläger (Telefonseelsorge) und Brigitte Zypries. Fotos: Schoelzchen

Kassel. Es war ein zweideutiger Wunsch, den die Kasseler Stadträtin Brigitte Bergholter an die Gäste in der Kundenhalle der Kasseler Sparkasse an der Wolfsschlucht richtete: „Sie sollten die Veranstaltung mit dem Vorsatz verlassen: Ich geh stiften!“ Anlass für ihre Ansprache am Samstag war der Tag der Bürgerstiftung von Stadt und Landkreis Kassel. Auf diesem wurden der Verein Respekt und die Telefonseelsorge Kassel mit dem mit 6000 Euro dotierten Preis der Bürgerstiftung ausgezeichnet. Sie teilen sich das Preisgeld.

Zum ersten Mal hatte die Bürgerstiftung bei ihrem Stiftertag einen Preis für „Selbstbewusstes Engagement“ verliehen, um den sich 38 Vereine und Initiativen beworben hatten. Dieser Preis soll nun alle zwei Jahre ausgeschrieben werden. Neu war auch ein Marktplatz mit mehreren Ständen in der Kundenhalle, an denen sich die Gäste zu Themen wie Stiften, Stiftungsrecht, Testament und Steuern informieren konnten. Weitere Fachforen dienten dem Erfahrungsaustausch mit Stiftern.

Gastvortrag von Zypries

Zunächst aber hielt die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries einen Gastvortrag. Darin hob sie die Bedeutung der Bürgerstiftung hervor: „Es zeigt, dass nicht nur große Firmen und reiche Geschäftsleute stiften können, sondern dass auch durch die Vielzahl kleiner Beiträge Großes bewegt werden kann.“ Zudem wirkten sie direkt vor Ort.

Weiterer Zustifter

Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Ingo Buchholz, nutzte die Gelegenheit, um mit der Leffers-Mitarbeiterstiftung einen weiteren Zustifter unter dem Dach der Bürgerstiftung vorzustellen. Die Geschichte der Leffers-Initiative sei erstaunlich. Damals hätten die Mitarbeiter für die Gründung auf Teile ihres Gehalts verzichtet. „Wir haben inzwischen etwa 127 000 Euro Stiftungskapital, aber es fehlt uns an Personen, die die Stiftung in Zukunft führen. Deshalb schlüpfen wir unter das Dach der Bürgerstiftung“, sagte Karin Zufall, Vorsitzende der Leffers-Mitarbeiterstiftung.

Initiator des Stifungspreises ist Dr. Ulrich Dithmar aus dem Stifterrat. Er freute sich, dass mit dem Verein Respekt, der Jugendliche aus sozialen Brennpunkten zu Konfliktmanagern ausbildet, und der Telefonseelsorge zwei so unterschiedliche Initiativen ausgezeichnet wurden. Es zeige die Vielfalt bürgerschaftlichen Engagements. Artikel rechts

Von Bastian Ludwig

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