Früherem SPD-Bundestagskandidaten wird sexuelle Nötigung vorgeworfen

Kasseler Staatsanwaltschaft klagt Rainer Pfeffermann an

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Rainer Pfeffermann (SPD) 2009 im Wahlkampf

Kassel / Ahnatal. Die Kasseler Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den früheren SPD-Bundestagskandidaten Rainer Pfeffermann erhoben. Oberstaatsanwalt Hans-Manfred Jung erklärte auf Anfrage, dass dem Politiker die Anklageschrift zugestellt worden sei.

Pfeffermann werde sexuelle Nötigung zum Nachteil einer Mitarbeiterin vorgeworfen. Dabei handelt es sich um eine 39-jährige Parteifreundin, mit der Pfeffermann eine Beziehung gehabt haben soll.

Der fragliche Vorfall habe sich im April 2009 im Wohnhaus des Politikers im Ahnataler Ortsteil Heckershausen ereignet, sagte Jung. Nähere Angaben zu den Vorwürfen machte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft nicht. Wann es zum Prozess gegen Pfeffermann kommt, stehe noch nicht fest. Über die Zulassung der Anklage müsse die Strafkammer des Landgerichts entscheiden, sagte Jung.

Auf Anfrage äußerte sich Pfeffermanns Anwalt Axel Dohmann am Mittwoch nicht zu der Anklage. Er kündigte jedoch für Donnerstag eine Erklärung an.

Rainer Pfeffermann war Direktkandidat der SPD für den Wahlkreis Kassel bei der vergangenen Bundestagswahl. Wegen aufkommender strafrechtlich relevanter Vorwürfe hatte er am 23. Juli 2009 überraschend seinen Rückzug erklärt. Die SPD schickte an seiner Stelle Ulrike Gottschalck ins Rennen, die den Wahlkreis gewann. (clm)

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