OFB Projektentwicklungs GmbH erhält Zuschlag für Areal

Stadtbad Mitte vor dem Verkauf

Kassel. Die Entscheidung ist gefallen: Die OFB Projektentwicklungs GmbH soll den Zuschlag für den Kauf des Stadtbads Mitte erhalten.

Der Aufsichtsrat der Städtischen Werke als Eigentümerin des Geländes hat dem Grundstücksverkauf an das zur Helaba Immobiliengruppe gehörende Unternehmen nach Informationen der HNA zugestimmt.

Dem Vernehmen nach soll es mit einem

Lesen Sie auch

Stadtbad Mitte schließt Ende Mai - Abriss im Sommer

Das Stadtbad im RegioWiki

Aachener Projektentwickler einen weiteren ernsthaften Interessenten gegeben haben, der aber weniger geboten hatte.

Wie viel die OFB für das Gelände in der Innenstadt zahlt, ist nicht bekannt. Erwartet hatten die Städtischen Werke einen Verkaufserlös von vier bis fünf Millionen Euro. Er soll in den Bäderetat fließen.

Die Städtischen Werke wollen sich erst zu dem Verkauf äußern, wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist. Bis dahin habe man mit den Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Die OFB wollte sich mit Hinweis darauf ebenfalls nicht äußern.

Die OFB und die ebenfalls in Kassel ansässige Gesellschaft für Projektmanagement Hessen-Thüringen (GHT), beides Töchter der Landesbank Hessen-Thüringen, haben in der Region unter anderem als Finanzpartner des Kreises Kassel die Sanierung von 20 Schulen in einer öffentlich-privaten Partnerschaft verwirklicht.

Bis Ende Mai können Schwimmer im Stadtbad Mitte noch ins Wasser springen, dann ist Schluss. Wenige Wochen später wird das 1967 an der Mauerstraße erbaute Hallenbad abgerissen.

An seiner Stelle soll ein Büro- und Geschäftshaus oder Hotel entstehen - so sieht es zumindest das städtebauliche Konzept vor.

Wechsel ins Auebad

Die Schwimmfreunde können voraussichtlich ab Juni in dem neuen Auebad an der Fulda, einem kombinierten Hallen- und Freibad, ihre Bahnen ziehen. Oder ins Hallenbad Süd ausweichen, das für sieben Millionen Euro runderneuert wurde.

Das Personal aus dem Stadtbad wird künftig im Auebad tätig sein und bis zur Eröffnung auf die neue Aufgabe vorbereitet.

Die Städtischen Werke haben das Grundstück des Stadtbads Mitte gemeinsam mit dem benachbarten Areal der Diakonie der Evangelischen Kirche Deutschlands vermarktet, die ihr Haus der Begegnung an der Kurt-Schumacher-Straße aufgibt. Der Löwenanteil liegt bei den Städtischen Werken.

Das Stadtbad neben dem City-Point macht etwa drei Viertel der Fläche aus, die mit 6650 Quadratmetern ungefähr so groß ist wie ein Fußballfeld.

Die Diakonie verhandelt laut Pressesprecherin Ute Burbach-Tasso zurzeit mit dem von der Stadt ausgewählten Investor.

Da es noch kein Baurecht gibt, wollen die Städtischen Werke mit dem Käufer einen Optionsvertrag mit Rücktrittsrecht schließen.

Schwierigkeiten sind aber kaum zu erwarten. Die Stadt setzt große Hoffnungen auf die Bebauung des innerstädtischen Geländes. Der Kaufvertrag soll nach Angaben der Städtischen Werke Anfang Mai unterschrieben werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.