Familie Schaller aus Patagonien evakuiert

Kasseler Touristen wurden ausgeflogen

Kassel / Puerto NATALES. Die Kasseler Familie Schaller (Andrea, Ursula, Till und Luca), die in Patagonien (südliches Chile und Argentinien) festhing und wegen der Unruhen im Land zeitweise sogar um ihre Leben fürchtete, ist in Sicherheit. Das mailte uns jetzt Andrea Schaller.

Wie berichtet, hatte am „Ende der Welt“ ein Generalstreik das ganze öffentliche Leben lahmgelegt. Das Vorhaben der Regierung, die Gaspreise kräftig anzuheben, hatte zu massiven Protesten geführt. Alle Verkehrswege waren geschlossen, es gab brennende Barrikaden, Verletzte und selbst Tote waren zu beklagen. Schließlich schalteten sich die deutsche und die amerikanische Botschaft ein. Die Touristen bekamen die Nachricht, dass sie aus dem Gebiet evakuiert werden könnten. 2000 Menschen sammelten sich daraufhin beim Roten Kreuz. Mit Militärbussen wurden die Touristen - unter ihnen die Familie Schaller - dann durch die Barrikaden zu einer Militärmaschine gebracht, die sie nach Punta Arenas flog. Dort wurden die erschöpften Touristen empfangen, ehe es am nächsten Morgen mit dem Flugzeug und dem Auto nach Temuco ging - einer chilenischen Stadt mit rund 260 000 Einwohnern, die als Zentrum der Deutsch-Chilenen gilt. Andrea Schaller: „Dort waren wir alle endlich in Sicherheit.“ (tho)

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