Ausländerbeirat hofft auf neue Behörde bis Ende dieses Jahres

Kasseler Türken kämpfen für Konsulat

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Kamil Saygin

Kassel. Seit über 25 Jahren bemühen sich der Ausländerbeirat der Stadt Kassel, die Ausländerbeiräte umliegender Kommunen und türkische Vereine darum, dass in Kassel ein ständiges türkisches Konsulat eröffnet wird.

Solch eine Einrichtung hätte zur Folge, dass die 25.000 Türken, die in Stadt und Landkreis Kassel leben, nicht für jeden Behördengang ins Generalkonsulat nach Frankfurt fahren müssten.

Nach Angaben von Kamil Saygin, Ausländerbeauftragter der Stadt Kassel, steht dieser Wunsch vieler Türken kurz vor der Umsetzung. „Wir hoffen, dass noch Ende dieses Jahres ein eigenständiges Konsulat in Kassel eröffnet wird“, sagt Saygin. Derzeit müssten nur noch einige Formalitäten in der türkischen Hauptstadt Ankara erledigt werden.

Laut Saygin soll das Konsulat nicht nur für Türken aus Stadt und Kreis, sondern auch für den gesamten Regierungsbezirk Kassel, Südniedersachsen, Paderborn und Westthüringen zuständig sein. 80.000 Türken aus der Region müssten dann künftig für ihre Behördengänge nach Kassel kommen. „Wir wissen aber noch nicht, ob die türkische Regierung ein Gebäude für das Konsulat kaufen oder Räumlichkeiten anmieten möchte“, sagt Saygin.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat Ufuk Ekici, dem neuen türkische Generalkonsul in Frankfurt, bei dessen Antrittsbesuch kürzlich in Kassel jedenfalls seine Unterstüzung angeboten. Sollte sich die Türkei dazu entscheiden, hier ein Konsulat zu eröffnen, dann werde die Stadt zum Beispiel bei der Suche nach passenden Räumlichkeiten behilflich sein.

Derzeit haben 12.000 Kasseler einen türkischen Pass oder sind Eingebürgerte mit türkischem Migrationshintergrund. Das sind mehr als sechs Prozent der Kasseler Bevölkerung. (use)

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