Die meisten Händler sind mit dem Umsatz zufrieden

Weihnachtsmarkt: Jetzt geht es in die Verlängerung

Kassel. Speckkuchen, heiße Maronen und Rentierrollen schmecken den Kasselern auch nach dem Fest. Die Innenstadt - und somit der Weihnachtsmarkt - waren am Donnerstag voll.

Und beim Einkaufen und Umtauschen bekamen viele Hunger. So nutzten etliche Innenstadtbesucher auch die Gelegenheit, über den Weihnachtsmarkt zu bummeln. Denn dieser ist zwischen den Jahren bis zum 30. Dezember in die Verlängerung gegangen. Allerdings machen nicht alle Händler die Zugabe nach dem Fest mit. Rund 20 Prozent der Buden blieben Donnerstag geschlossen.

Susanne Roth, die Schmückendes aus Mineralien und Edelsteinen anbietet, ist gespannt, ob sich die Weihnachtsmarktöffnung in dieser Woche lohnt. „Wir warten ab“, sagt die Zierenbergerin. In den ersten Markt-Wochen seien die Geschäfte auch wegen des kalten Winterwetters eher schleppend gelaufen. Auch seien weniger Gäste von außerhalb angereist, glaubt sie. Und noch etwas ist Susanne Roth in diesem Jahr besonders aufgefallen: Viele Kunden versuchten, zum Teil ziemlich aggressiv, zu handeln.

Helga Stöhr ist mit ihrem Umsatz beim diesjährigen Weihnachtsmarkt zufrieden. Diesmal habe sie wieder einen besseren Standort, sagt die Händlerin von wärmenden Rapskissen. So hätten sie auch ihre vielen Stammkunden besser gefunden, sagt sie.

Hanneke van Arragon und ihr Team freuen sich über die zusätzlichen Markttage. Zwar bieten sie immer noch Lebkuchen und Früchtebrot an, aber auch Leckeres für die Silvesterfeier. So duftet es bei den Marktbeschickern aus dem Spessart nach Sauerkraut und vegetarischen Würsten. Und zum Anstoßen aufs neue Jahr gibt es Holundersirup aus eigener Herstellung, der mit Sekt aufgegossen zum Kultgetränk „Hugo“ wird.

Auch die Schweden und Finnen hoffen noch auf ein gutes Geschäft vor allem am Abend. Zumal es an den Ständen mit Heißgetränken wie Glühwein insgesamt auch in der Verlängerung gut läuft. Der Weihnachtsmarkt ist für Kollegen, Freunde, Schulkameraden und Familien in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Für Heike Plutka aus Witzenhausen darf es dabei im nächsten Jahr gemäß des Mottos Märchenweihnachtsmarkt ruhig etwas besinnlicher zugehen.

Die Bühnenshow mit „Reiner Irrsinn“ auf dem Königsplatz war der Händlerin von Kunsthandwerk aus Olivenholz dann doch zu sehr „Halli Galli und Ballermann“. Und Jürgen Michel wünscht sich für seinen Stand mit hochwertiger Keramik im nächsten Jahr wieder einen besseren Standort auf dem Königsplatz.

Hier hatte sich in diesem Jahr einiges verschoben, was auch Auswirkungen auf die Laufwege der Kunden hatte, sagen die Marktleute. Auch spüren sie, dass es im Vergleich zum Vorjahr vor Weihnachten fünf Markttage weniger waren. Auch am Heiligabend blieben die Buden in diesem Jahr wieder zu.

Der Weihnachtsmarkt hat von 11 bis 20 Uhr (Gastronomie bis 22 Uhr) geöffnet.

Der Kasseler Märchenweihnachtsmarkt

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