Führungen an jedem Samstag bis Jahresende

Von Ahle Wurscht bis Zwibbelkuchen: Rundgang über den Weihnachtsmarkt

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Griffen beherzt zu den Ahle-Wurscht-Schnittchen (von links): Marcus Flos aus Ahnatal, Gästeführer Hans Jürgen Bodden, Bianca Nikolai aus Ahnatal und Daniela Duske aus Lohfelden.

Kassel. Geschichten über die Historie des Kasseler Weihnachtsmarkts, dazu Verköstigungen nordhessischer Spezialitäten: Das bietet Kassel Marketing bei der kulinarischen Führung über den Weihnachtsmarkt an. Wir stellen die Highlights der Tour vor.

Hätten Sie gewusst, was ein „Cass’ler Hornaffe“ ist? Nein? Macht nichts. Denn dieses uralte Kasseler Gebäck aus dem 15. Jahrhundert war selbst dem Kasseläner Ehepaar Manfred (79) und Margrit (73) Kraft unbekannt, das am Samstag bei der ersten von fünf kulinarischen Führungen von Kassel Marketing über den Märchen-Weihnachtsmarkt teilgenommen hat. 

Ur-Wehlheider, aber der „Cass’ler Hornaffe“ von Café Nenninger war selbst ihnen neu (von links): Margrit und Manfred Kraft mit Klaus Nenninger.

Dabei gab es nicht nur leckere Häppchen, sondern vom charmanten Gästeführer Hans Jürgen Bodden auch allerlei Wissenswertes über die Geschichte des Kasseler Weihnachtsmarktes. Wir präsentieren die verschiedenen „Schmeckewöhlerchen“ der Tour.

Waren aus Darmstadt respektive Frankfurt zu Besuch in Kassel (von links): Ilona und Tochter Isabell Jäger bei der Ahle-Wurscht-Verkostung am Opernplatz.

• Ahle Wurscht, Grimm-Edition: Der „Hornaffe“ von Café Nenninger – mit Rosinen und Orangen gefüllter Plunderteig – ist eine für die erste Führung verköstigte Ausnahme. Der erste offizielle Gaumenschmaus für die Teilnehmer, die nicht nur aus der Region, sondern auch aus Frankfurt, Darmstadt, Rheinland-Pfalz und Bremen zu Gast sind, ist eine Ahle Wurscht vom Ritter der Rotwurst am Opernplatz. Diese ist Teil der Grimm-Edition der Hann. Mündener Fleischerei Schumann. Und wie kommt die Grimm’sche Wurscht an? „Sehr würzig, aber nicht zu aufdringlich“, urteilt Marcus Flos aus Ahnatal. Und was sagt Kris Hasselmann aus Bremen? „Schmeckt wie Mettwurst.“ Na, da müssen wir aber noch an der Differenzierung arbeiten.

Einen Test von Ständen mit Bratwurst und Co. finden Sie hier.

Der erste Zwibbelkuchen: Kris Hasselmann aus Bremen.

• Zwibbelkuchen: Jetzt aber. Hasselmann probiert bei Kijanski am Friedrichsplatz zum ersten mal Zwibbelkuchen. „Könnte für meinen Geschmack sogar etwas mehr Zwiebeln haben, aber ist schon lecker“, urteilt der Fan von Flammlachs. 

Seine Freundin Isabell Jäger – ihres Zeichens Südhessin – ist da schon angetaner: „Man erwartet ja so etwas wie Flammkuchen, aber das ist echt noch mal anders, das würde ich zu Hause auch mal selbst ausprobieren.“ Na also.

• Gebrannte Mandeln: Den kulinarischen Abschluss der Tour bilden gebrannte Mandeln des Schaustellerbetriebs Schellberg am Königsplatz. Die aus Spanien importierten Früchte gibt es dort in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Neben der herkömmlichen Variante, werden die Mandeln hier auch in den Sorten Raffaello, als mit Kokos, Yogurette, erdbeerig, und Nutella, nussig-schokoladig, angeboten. Eine weitere Besonderheit: Die Schellbergs brennen die Mandeln mit weniger Zucker als üblich. Am Geschmack ändert sich dadurch kaum etwas, aber man beißt sich eben nicht die Zähne aus.

Las auch aus den Grimm'schen Märchen vor: Gästeführer Hans Jürgen Bodden.

• Fazit: Die Mandeln kommen auch in der Gruppe gut an. Neben der Ahlen Wurscht sind sie für viele der persönliche Favorit. Von der Tour an sich sind die Teilnehmer begeistert. „Eine schöne Mischung, abwechslungsreiches Essen und informativ“, finden Dirk und Dagmar Wömpner aus Hannover. Und das Ehepaar Kraft resümiert: „Auch für Kasseläner noch Neues dabei.“

Weitere Führungstermine: 9., 16., 23. und 30. Dezember (jeweils Samstag), 16.30 bis 18 Uhr (max. 25 Personen). Preis p. P.: 12 Euro. Buchungen per E-Mail an booking@kassel-marketing oder in der Tourist-Information in der Wilhelmsstraße.

Hier gibt es eine Übersicht über alle Weihnachtsmärkte der Region.

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