Kasseler Wintershall baut Förderung in der Nordsee kräftig aus

Der Kasseler Erdöl- und Gasproduzent Wintershall verstärkt sein Engagement in der Nordsee. Dafür wurde in der Vergangenheit mit Erfolg vor der Küste der Niederlanden, Großbritannien und Dänemark gebohrt.

Das teilte das Unternehmen so eben mit. Dafür wurde in der Vergangenheit mit Erfolg vor der Küste der Niederlanden, Großbritannien und Dänemark gebohrt.

Ein Kernstück ist hierbei der Fund F17a, der nach dem niederländischen Maler „Rembrandt“ benannt wurde. Mit 30 Millionen Barrel (159 Liter) Öläquivalent ist das Rembrandt-Reservoir einer der größten Ölfunde in der südlichen Nordsee. Wintershall hat als Betriebsführer einen Anteil von 30 Prozent. Zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr lag die Förderung bei 136 Millionen Barrel Öläquivalent. Der neue Fund entspricht also deutlich mehr als einem Viertel der gesamten bisherigen Jahresproduktion.

Mehr als die Hälfte des in der Europäischen Union verbrauchten Erdgases stammt bereits aus der Nordsee und ihren Anrainerstaaten; bei Erdöl ist es rund ein Viertel des gesamten EU-Verbrauchs. Für die BASF-Tochter Wintershall ist die Nordsee eine Schwerpunktregion. Seit 1965 ist das Unternehmen in der Region aktiv und hat in den letzten fünf Jahren Explorations- und Produktionsrechte an rund 120 Lizenzen in der Nordsee erhalten. Nun kam es zu weiteren Bohrkampagnen in der Region.

Bereits im März hatte das Unternehmen angekündigt die Förderung bis 2018 auf insgesamt 190 Millionen Barrel auszubauen.

Heute betreibt die Wintershall in der niederländischen, deutschen und britischen Nordsee 24 Offshore-Plattformen und gehört dort zu den aktivsten Explorations- und Produktionsunternehmen. Wintershall will auch weiterhin einen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in den Niederlanden sowie in der südlichen Nordsee auf die Erdgasproduktion legen. Diese wird in Zukunft zunehmend durch eine Erdölkomponente ergänzt.

Im vergangenen Jahr hat Wintershall beim Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern) ein Minus von drei Prozent auf 1,8 Milliarden Euro verbucht. Die Erlöse waren allerdings um zwei Prozent auf gut 15 Milliarden Euro gestiegen. Wintershall steuert rund ein Fünftel zum operativen Ergebnis der Mutter BASF bei. (mwe)

Rubriklistenbild: © dpa

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