19-jährige Johanna Ewald

Kasselerin bei "The Voice of Germany": Mit der Harfe zu den Sternen

Mit der Harfe auf der Bühne: Johanna Ewald bei The Voice of Germany. Foto:  SAT 1/Pro Sieben/nh

Kassel. Wenn das mal keine gute Quote ist! Nachdem es die Sängerin Katja Friedenberg vor zwei Jahren bei der Fernseh-Casting-Show „The Voice of Germany“ bis ganz nach oben geschafft hat, tritt jetzt das nächste Talent aus Kassel vor die Prominenten-Jury.

Nun wird am Freitag, 10. Oktober, auf Sat 1 Johanna Ewald im Fernsehen zu sehen sein. Ein Millionenpublikum wird dann verfolgen können, ob die 19-Jährige bei den „Blind Auditions“ weiterkommt. Diese Art der Prüfung ist besonders nervenzehrend, weil die Juroren mit dem Rücken zu den Bewerbern – unabhängig von jeder Optik und anderem Einfluss – allein die Gesangsqualität bewerten.

Wer dreht sich wohl für Johanna um? Ist es der Sänger Rea Garvey, den Johanna als Coach favorisiert? Sie verrät es nicht. Nur so viel: „Eigentlich habe ich kein Lampenfieber, aber bei den Blind Auditions hatte ich echt weiche Knie.“

Vorausgegangen war ein aufwändiges Auswahlverfahren. Mehrere Zehntausend Kandidaten, darunter viele Profis aus dem In- und Ausland, hatten sich um den Fernsehauftritt bemüht. „Die Idee zum Casting hatte meine Freundin“, betont Johanna. Und plötzlich war die ehemalige Schülerin am Friedrichsgymnasium mittendrin im atemberaubenden Showbusiness.

Talent mit vielen Interessen: Johanna Ewald posiert mit ihrer Münsterländer-Hündin Leika im Garten ihres Elternhauses in Harleshausen.

Es folgten mehrere Castings, bei denen aus den 200 Besten insgesamt 120 Kandidaten für die Blind Auditions ausgewählt wurden. 64 Talente kommen weiter, die in Gruppen auf die sogenannten Battles, die Zweier-Duelle, vorbereitet werden. Schnell stand für die Betreuer von Johanna fest, dass die talentierte Frau mit ihrer keltischen Harfe ins Rennen gehen soll. „Bald war ich für alle nur noch das Harfenmädchen“, erzählt Johanna, die mit „Helo“ von Beyoncé ins Rennen gehen wird. „Als ich auf der Bühne stand, war ich doch froh, meine Harfe an meiner Seite zu haben.“ Dabei spielt Johanna von Kindesbeinen an außerdem Blockflöte, nimmt Geigenunterricht und singt in verschiedenen Chören und Bands. Klassischen Gesangsunterricht erteilte ihr in Kassel die Lehrerin, die bereits Katja Friedenberg unterrichtete: Aixa Vosberg.

Zum Auftritt in Berlin hatte Johanna als Rückenstärkung ihre Familie dabei – sie hat noch einen 15-jährigen Bruder und eine zehnjährige Schwester –, außerdem ein halbes Dutzend Freunde.

Unabhängig von einer möglichen Musikerkarriere beginnt Johanna jetzt in Hildesheim ein Kulturwissenschaft-Studium mit dem Hauptfach Musik. Ihr Pferd und ihre Hündin Leika nimmt sie mit, denn Reiten ist eine weitere Leidenschaft der jungen Frau. Überhaupt sind Johannas Talente und Interessen breit gestreut. Im vergangenen Jahr hat sie bei einem Sozialprojekt in der Bronx von New York mitgearbeitet. Die Zukunft, so sieht es aus, steht für Johanna Ewald offen.

Von Christina Hein

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