Getränkehandel Weber an der Breitscheidstraße

Kassels freundlichste Verkäufer (1): Astrid Hammerstein hat ein nettes Wort für alle

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Sie sind bei den Kunden beliebt: Astrid Hammerstein und ihr Vater Heinrich Weber bieten im Getränkehandel an der Breitscheidstraße Wein aus der Pfalz an.

Kassel. Sie lächeln, haben nie schlechte Laune und bei ihnen ist der Kunde noch König: In einer Serie stellen wir Kassels besonders freundliche Vekäuferinnen und Verkäufer vor. Wir beginnen mit Astrid Hammerstein vom Getränkehandel Weber.

„Einmal lesen, einmal rauchen“, sagt Astrid Hammerstein zu zwei Kundinnen. Die Frauen nicken, Hammerstein weiß genau, was die Damen wollen. „Wir haben 80 Prozent Stammkundschaft“, sagt die 48-jährige Frau, die jeden Kunden, ob bekannt oder fremd, im Getränkehandel Weber an der Breitscheidstraße mit einem freundlichen Wort begrüßt. Das kommt locker und ehrlich rüber, das wirkt nicht aufgesetzt.

Ihre Eltern Karola und Heinrich Weber haben den Getränkehandel gegründet, Astrid Hammerstein arbeitet selbst seit 28 Jahren im Laden, ihr Sohn Philip (28) ist mittlerweile auch eingestiegen. Die verheiratete Frau (ihr Mann arbeitet in einer anderen Branche) steht jeden Vormittag bis 14 Uhr hinterm Verkaufstresen. „Wenn man nicht da ist, wird man von dem ein oder anderen vermisst“, sagt sie. Schon oft habe sie Komplimente von Kunden erhalten. „Die Leute kommen gern hier her, weil sie gut beraten und gut behandelt werden.“

Viele Ältere wollten auch gern ein Schwätzchen halten, sagt Heinrich Weber. Er weiß, wie beliebt seine Tochter ist. „Das hat sie von ihrem Vater. Ich bin Pfälzer.“ Wein aus der Pfalz gehört den Spezialitäten in dem Geschäft mit 340 Getränkesorten.

Armin Eschstruth kommt wegen der großen Auswahl an alkoholfreien Bieren, 25 Sorten gibt es im Getränkehandel Weber. „Ich habe den Laden erst vor sechs Wochen entdeckt, seitdem gehe ich immer hier her“, sagt Eschstruth. „Hier kannst Du was fragen, hier wirst Du beraten“, sagt der Rentner. Sonst arbeiteten doch in vielen Geschäften fast nur noch 400-Euro-Kräfte, die wenig Interesse an den Kunden hätten.

Mehrere Aushilfen und zwei Festangestellte arbeiten für die Webers. Wenn manche Kunden gegen Monatsende mit Leergut-Bergen auftauchten, dann gebe es schon Momente, in denen ein Angestellter gut und gern mal die „Contenance“ verlieren könnte, sagt Hammerstein. Sie passt auf, dass dies nicht passiert. „Aber eigentlich haben wir eine ganz liebe Kundschaft.“ Und da auf dem Firmengelände Alkoholverbot herrsche, hielten sich hier auch keine Trinker auf. „Darauf achten wir“,

Natürlich gehe es ihr nicht jeden Tag gleich gut, sagt die 48-Jährige. Mal habe sie auch schlechtere Laune. „Aber sobald ich im Geschäft stehe, ist diese wieder weg.“ Als Ausgleich genießt Astrid Hammerstein die Natur. Sie geht täglich mit ihrem eigenen Hund sowie Pflegehunden spazieren. Sie schwimmt und wandert gern und mag Nordic Walking.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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