Bauarbeiten starten im Frühjahr

Hier soll die längste Fahrradstraße Kassels entstehen

So soll die Fahrradstraße aussehen: Auf der Visualisierung sieht man den Blick von der Eugen-Richter-Straße in den Helleböhnweg.   
Illustrationen: Stadt Kassel
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So soll die Fahrradstraße aussehen: Auf der Visualisierung sieht man den Blick von der Eugen-Richter-Straße in den Helleböhnweg.

In Kassel wird die längste Fahrradstraße zwischen Helleböhn und Wehlheiden entstehen. Im März sollen die Bauarbeiten beginnen.

Kassel – Wenn die Bauarbeiten im Frühjahr 2022 abgeschlossen sind, wird sie Kassels bislang längste Fahrradstraße sein: Im März beginnen die Umbauarbeiten auf der 1,8 Kilometer langen Strecke, die vom Westfriedhof in Süsterfeld-Helleböhn bis zur Strindbergstraße in Wehlheiden reicht. Eine Million Euro will die Stadt in den fahrradgerechten Umbau der Route investieren.

Die Radstraße verläuft vom Westfriedhof über den Helleböhnweg zum Teil auf einer alten Panzerstraße – die noch eine neue Asphaltdecke erhält – bis zur Eugen-Richter-Straße. Von dort wird sie auf dem Helleböhnweg in Richtung Bahntrasse fortgesetzt. Hinter den beiden Eisenbahnbrücken führt sie über den Kleinen Holzweg bis zur Strindbergstraße.

Die umfangreichsten Bauarbeiten werden im Abschnitt des Helleböhnweges zwischen Eugen-Richter-Straße und Bahntrasse stattfinden, so Markus Funke vom Straßenverkehrsamt. In diesem Bereich wird der Helleböhnweg grundsaniert und es werden Parkbuchten geschaffen. Das Parken am Fahrbahnrand ist dann nicht mehr erlaubt. Im März beginnen die Städtischen Werke und Kasselwasser mit den Kanalarbeiten. Der eigentliche Straßenbau soll dann im Herbst 2021 beginnen.

In den anderen Abschnitten der neuen Fahrradstraße beschränken sich die Arbeiten auf die Fahrbahnoberfläche beziehungsweise deren Markierung. Wie auch bei den jüngst angelegten Fahrradstraßen im Stadtgebiet (Blücherstraße, Fiedlerstraße) werden Rad-Piktogramme auf die Fahrbahn aufgebracht. Einmündungsbereiche werden rot markiert. Dies solle die Sicherheit für Zweiradfahrer erhöhen und ein deutliches Zeichen dafür sein, dass hier Tempo 30 gilt, sagt Funke, der das Fachgebiet Straßenplanung leitet. Wer von Nebenstraßen auf die Radstraße einbiege, müsse künftig die Vorfahrt beachten.

Ein größeres Problem stellt die kleine Bahnbrücke im Bereich des Helleböhnwegs dar. Denn die Durchfahrt unter der Güterverkehrsstrecke ist sehr schmal und kann nicht im Gegenverkehr befahren werden. Um hier das Risiko zu minimieren, soll zumindest für Fußgänger die Situation verbessert werden.

Das andere Ende: Die Radstraße läuft bis zur Einmündung Strindbergstraße/ Sternbergstraße.

Weil die Deutsche Bahn keinen Umbau an der Brücke vornehmen wolle, könne die Stadt die Situation nur etwas entschärfen, so Funke. So werde überlegt, den Fußweg etwas zu verbreitern, damit er auch mit dem Rollstuhl und dem Kinderwagen benutzt werden kann.

Der Umbau zur Fahrradstraße wird darüber hinaus möglicherweise auch die Anwohner vom Autoverkehr entlasten. Denn der Helleböhnweg, der bislang von vielen als Schleichweg genutzt wird, soll künftig nur noch für Anlieger freigegeben werden.

Verlauf der Strecke: Die Route reicht vom Westfriedhof bis nach Wehlheiden

In einem zweiten Bauabschnitt ist geplant, die Fahrradstraße in Wehlheiden fortzusetzen. Sie soll über die Sternbergstraße hinweg in Richtung Am Heimbach bis zur Kohlenstraße führen. Dies ist aber erst für die Jahre nach 2022 in Aussicht.

In den kommenden Jahren sollen unter anderem die Lange Straße, die Regentenstraße und die Goethestraße im Bereich der Heinrich-Schütz-Schule zu Radstraßen umgewidmet werden. (Bastian Ludwig)

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