Zur Erinnerung an den ermordeten Kasseler Halit Yozgat

"Kein Populismus" - Kommentar zur Umbenennung einer Haltestelle

Kassel. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen bittet den Magistrat, für eine Umbenennung der Straßenbahnhaltestelle Mombachstraße zu stimmen - zur Erinnerung an den ermordeten Kasseler Halit Yozgat. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteurin Ulrike Pflüger-Scherb:

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OB Hilgen will Haltestelle für Halit Yozgat umbenennen

"Oberbürgermeister Bertram Hilgen ist mutig. Nachdem er bereits für seinen Vorstoß, einen Platz nach Halit Yozgat zu benennen, viel Kritik einstecken musste, ist man über seinen weiteren Vorstoß zur Umbenennung der Haltestelle fast überrascht. Ein Populist hätte anders gehandelt.

Man kann zu Hilgens Vorschlag stehen, wie man will: Es mag übertrieben sein, nach einem Platz auch noch eine Haltestelle nach Halit Yozgat zu benennen - dem ursprünglichen Wunsch der Familie nach Umbenennung der Holländischen Straße hat die Stadt ja eine Absage erteilt. Viel interessanter ist die Frage, warum so viele Menschen sich über den Begriff „Halitplatz“ dermaßen aufregen.

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Wovor haben sie Angst? Vor Überfremdung, vor dem Islam oder davor, im eigenen Land weniger wert zu sein als Ausländer? Viel wichtiger wäre es aber noch, dass sich die Kritiker in einer ruhigen Minute einmal die Frage stellen, wie es möglich sein konnte, dass in unserem Land Rechtsterroristen jahrelang ungehindert mordeten."

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