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Dicke Überraschung: Großer Kreisel in Kassel bleibt

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Von: Thomas Siemon

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Platz der Deutschen Einheit
Der Platz der Deutschen Einheit aus der Luft: Der Kreisel soll saniert, aber nicht zu einer konventionellen Kreuzung umgebaut werden. © Archivfoto:  Rampfel

Kassel. „Eigentlich müsste ich heute Sekt ausgeben“, sagte Christian Geselle (SPD) mit Blick auf den aktuellen Haushaltsplan.

Kassel habe sich hervorragend entwickelt, bei den Gewerbesteuereinnahmen längst Offenbach überholt und sei nicht mehr weit von Darmstadt entfernt. Trotzdem wolle man mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Denn insbesondere bei Schulen, Kitas und im Straßenbau seien eigentlich noch wesentlich größere Investitionen nötig, als dies derzeit zu finanzieren sei. Mehr Geld müsse man auch für Personal einplanen.

Bei den deshalb vorgesehenen Einsparungen verkündete der Oberbürgermeister und Kämmerer am Montag eine dicke Überraschung. „Der Platz der Deutschen Einheit wird nicht zu einer Kreuzung umgebaut“, sagte er. Im Haushalt seien dafür keine Mittel vorgesehen. Der vorhandene Kreisverkehr solle lediglich ertüchtigt werden. 

Haushalt Kassel
Haushalt der Stadt Kassel. Für eine größere Ansicht bitte oben rechts auf "Bilderzoom" klicken.

Damit sind die teils spektakulären Planungen für einen der größten Verkehrsknoten der Stadt laut Geselle vom Tisch. Eine große Lösung mit einem Brückenschlag war wegen zu hoher Kosten bereits früher gestrichen worden. Jetzt soll aus dem Kreisel auch keine herkömmliche Kreuzung werden. Das werde mehrere Millionen Euro billiger als der Umbau, sagte Geselle, ohne genaue Zahlen zu nennen. Die gibt es für andere Bereiche:

Der Platz der Deutschen Einheit wird wohl auch nicht weiter Gegenstand einer Umbenennungs-Debatte sein. Im Ortsbeirat Unterneustadt, auf dessen Gebiet der Verkehrsknoten liegt, rückte die CDU jetzt von ihrem Vorstoß ab, den Platz nach dem kürzlich verstorbene Altbundeskanzler Helmut Kohl zu benennen.

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