Gastronomie

Saisonal und regional – Neues Restaurant eröffnet in Kassel

Das Team im Kasseler Restaurant Mondi: (von links) sind Hannes Lenhart und Wiebke Ludwig, Azubi Jonas Portl, die Köche Jannis Böttger und Michael Watson, Martin Schneider und Pelle Kossmann.
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Brot wird im Restaurant Mondi täglich gebacken: Das Team (von links) sind Hannes Lenhart und Wiebke Ludwig, Azubi Jonas Portl, die Köche Jannis Böttger und Michael Watson, Martin Schneider und Pelle Kossmann.

An der Wilhelmshöher Allee 34 hat das Restaurant Mondi eröffnet: Es bietet frische deutsche Regionalküche mit einen hohen Anspruch an die Qualität von Produkten, Zubereitung und Service.

Kassel – Ein Abendessen im neuen Restaurant Mondi in Kassel beginnt mit Brot und Butter. Das knusprige Sauerteig-Brot haben die jungen Köche frisch gebacken und auch die Butter selbst hergestellt. Nach diesem bodenständigen Entrée könnte es mit Romana-Salat und Salbei weitergehen, mit Schwein, Karotte und Akazie, Gurke und Waldmeister, mit Forelle, Zucchini und Buttermilch, mit Huhn, Karotte und Kresse.

Insgesamt zehn fantasievoll zubereitete und präsentierte Gänge gibt es für den Preis von 49 Euro. Geschmackserlebnisse und Überraschungen inklusive.

Neues Restaurant in Kassel - Mondi als Pop-up-Restaurant schon bekannt

Zwei Jahre lang hatte sich der 29-jährige Mondi-Chef Pelle Kossmann mit seinem Team als Pop-up-Restaurant warmgelaufen. Es war ein Lokal, das – als kultiger Geheimtipp – ohne eigene Adresse nur gelegentlich öffnete. „Wir hatten mit dem Pop-up eine Menge Spaß“, sagt Inhaber Kossmann. „Nebenbei haben wir uns ein Netzwerk zu den Produzenten in der Region aufgebaut.“ Sesshaft zu werden, sei aber immer das Ziel gewesen und man habe lange nach einem Standort Ausschau gehalten.

An der Wilhelmshöher Allee 34 ist Mondi fündig geworden. Kossmann, seine Köche Michael Watson und Jannis Böttger sowie weitere Freunde haben die zurückliegenden Pandemie-Monate genutzt, um die Räume des ehemaligen Restaurants „Cloud Nine“ zu renovieren und in ihr Ideal von einem Restaurant zu verwandeln.

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Davon hat Pelle Kossmann eine feste Vorstellung. „Bekannte Settings“ wie er sagt, wirft er über Bord. Er will eine frische deutsche Regionalküche, hat einen hohen Anspruch an die Qualität von Produkten, Zubereitung und Service. Techniken müsse sein Team beherrschen, um dann die Regeln auch mal brechen zu dürfen.

Restaurant Mondi in Kassel: Es sol locker und entspannt zugehen

Es soll locker und entspannt zugehen. „Das Mondi soll ein Ort sein für eine gute Zeit, für ein Essen mit Freunden.“ Pelle Kossmann orientiert sich dabei an der neuen Restaurantphilosophie „Bistronomie“, die er in Paris kennengelernt hat, wo er im angesagten „Le Chateaubriand“ gekocht hat. Diese „absolute Kreativität und lässige Flexibilität“ sowie die Solidität, die er aus dem belgischen Sterne-Restaurant „In de Wulf“ kennt, habe seine Vorstellung von Küche geprägt.

„Wir kochen extrem saisonal und so lokal wie möglich“, sagt Kossmann. Und so zaubert er seinen Gästen mal Holunderblüten in Tempura auf den Teller und mal Kohlrabi in Buttermilch. Je nachdem, was gerade wächst und gedeiht. „Unser Mehl aus Getreide der Region kommt aus der Pariser Mühle, die Sahnen vom Biolandbau Kirchhof in Oberellenbach und das Salz aus Göttingen“, zählt er auf. „Aber wir sind nicht verbissen.“ In der Küche finden sich auch Vanilleschoten und Zitronen. „Wir möchten unseren Gästen vermitteln: Das bekommt ihr so nur bei uns auf den Teller.“ Zurzeit sei es der „Sommer in Kassel“.

Zu den Netzwerken, die Kossmann so liebt, zählt auch, dass seine Freundin Theresa Schwietzer, eine Produktdesignerin, nebenan ihre Töpferei eröffnet hat und die Keramikarbeiten für das Restaurant kreiert hat.

Mondi in Kassel eröffnet: Restaurant-Chef Pelle Kossmann hat bereits weltweit gekocht

Kossmann hat in namhaften Restaurants weltweit gekocht. Sein Londoner „Mentor“ Nigel Ward hat ihn mit nach Sidney genommen und bei dem baskischen Koch-Popstar Inaki Aizpitate hat er gelernt, wie man täglich ein neues Zehn-Gänge-Menü zaubert. Jetzt ist er in seine Heimatstadt Kassel zurückgekehrt. Sein Abitur hat Pelle an der Jacob-Grimm-Schule gemacht. Vom Mondi aus blickt er jeden Tag auf seine alte Schule und erinnert sich: „Montags hatten wir am Nachmittag immer Freistunden. Um uns die Zeit zu vertreiben, haben meine Freunde und ich bei mir zuhause gekocht.“ Sie waren die Montagsköche. Das war der Anfang. Daraus habe er jetzt das Kunstwort Mondi gebildet. (Christina Hein)

Infos: mondi-restaurant.de Instagram: mondi_restaurant

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