Studie: Stadt zählt erneut zu drei deutschen Orten, die sich am besten entwickeln

Kassels Wirtschaft holt auf

Bildung als Pluspunkt: Der Anteil von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss ist in Kassel deutlicher als in anderen kreisfreien Städten gesunken. Unser Foto zeigt das Schülerforschungszentrum Nordhessen im Vorderen Westen. Archivfoto: Fischer

Kassel. Kassel gehört auch 2012 zu den Städten in Deutschland, die sich am besten entwickeln. Dies ist das Ergebnis des wissenschaftlichen Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der Wirtschaftswoche.

Beim Dynamikvergleich, der die Entwicklung im Zeitraum 2006 bis 2011 widerspiegelt, kommt Kassel mit 59,2 Punkten auf Platz drei der 50 einwohnerstärksten Städte in Deutschland. Im Vorjahr war die Fuldametropole noch Dynamiksieger gewesen, in diesem Jahr gewann Magdeburg mit 59,7 Punkten.

Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Einkommen, Wirtschaftsleistung und Hochqualifizierte. Das Ergebnis bedeutet, dass Kassel im Vergleich zu anderen Städten wirtschaftlich und sozial weiter aufholt. Dies spiegelt sich aber noch nicht in einem besseren Gesamtergebnis wider. Beim Vergleich des erreichten Niveaus landete Kassel mit 47,5 Punkten auf Platz 29 von 50. Das ist keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Spitzenreiter ist weiter München mit 67,2 Punkten.

Trotzdem bewerten Wirtschaftsvertreter das Ergebnis Kassels positiv: Es sei ein Zeichen für weiteres Wachstum mit positiver Beschäftigungsentwicklung, sagte Jürgen Kümpel, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände. Die ebenso gute Nachricht sei, dass 66 Prozent aller befragten Unternehmer Kassel als wirtschaftsfreundlich beurteilten. Man liege somit vier Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Hilgen: „Keine Eintagsfliege“

Oberbürgermeister Bertram Hilgen äußerte sich zu diesen Ergebnissen auf Anfrage so: „Kassel boomt - und das ist keine Eintagsfliege. Wir erleben eine beständige Aufwärtsentwicklung. Besonders erfreulich ist die starke Zunahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, umgekehrt müssen viele keine staatlichen Leistungen mehr in Anspruch nehmen.“

Zuversichtlich stimmt den OB ein weiterer Aspekt: „Viel mehr Menschen schaffen einen Schulabschluss, das wird sich nachhaltig bemerkbar machen. Denn bessere Bildung zahlt sich für den Einzelnen und am Ende für alle aus.“

www.insm-staedteranking.de

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Von Göran Gehlen

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