Städtische Werke verschicken die Kündigung der Trinkwasserversorgung an die Kunden

Kasselwasser kann kommen

Wasserstand: Michael Wedemeyer ist Ableser bei den Städtischen Werken. Zum 31. März sollen die 60 000 Kunden in Kassel und Vellmar aber selbst den Stand ihres Wasserzählers an den Versorger melden. Foto: Göbel

Kassel. Das Wasser fließt weiter, aber unter neuem Namen: Kasselwasser übernimmt ab 1. April die Trinkwasserversorgung in Kassel und Vellmar. Nachdem beide Stadtverordnetenversammlungen der Rekommunalisierung zugestimmt haben, gingen gestern die ersten Schreiben an die Kunden raus.

Damit übernimmt der städtische Eigenbetrieb Kasselwasser (bisher: Kasseler Entwässerungsbetrieb) die Trinkwasserversorgung von der Städtische Werke AG. Die Aktiengesellschaft fungiert nur noch als Dienstleister. Für die Kunden bedeutet das, dass ihre Rechnung von einer anderen Firma kommt. Ansonsten bleibt alles gleich, auch der Preis von 2,14 Euro pro Kubikmeter Wasser.

Kündigung ohne Neuvertrag

In diesen Tagen schreiben die Städtischen Werke die 60 000 Haushalte in Kassel und Vellmar an und kündigen den Versorgungsvertrag zum 31. März. Einen neuen Vertrag erhalten die Kunden nicht, denn mit der Rekommunalisierung wird die Trinkwasserversorgung zu einer hoheitlichen Aufgabe der Stadt. „So wie es keinen Vertrag mit dem Finanzamt über die Einkommensteuer gibt, gibt es auch keinen Vertrag über den Wassergebührenbescheid“, sagt der Kasselwasser-Betriebsleiter Jürgen Freymuth.

Zähler selbst ablesen

Eine Woche vor dem Wechsel schreiben die Städtischen Werke erneut die Kunden an, damit sie ihren Wasserzähler zum 31. März ablesen. Bis 9. April sollen sie den Stand über das Internet www.sw-kassel.de, per Mail zaehlerstand@sw-kassel.de, Postkarte, Fax 7 82 21 38 oder Telefon 7 82 33 01 melden. Danach erhalten die Kunden eine Abschlussrechnung. Zählerstände, die nicht gemeldet werden, würden geschätzt, sagt Werke-Sprecher Ingo Pijanka. Besser sei aber, den echten Zählerstand abzurechnen.

Neuer Gebührenbescheid

In der ersten Aprilwoche verschickt Kasselwasser die neuen Gebührenbescheide mit der Höhe der monatlichen Abschlagszahlung. Da der Wasserpreis gleich bleibt, sollte sich auch die Vorauszahlung nicht ändern. Wer den Städtischen Werken eine Einzugsermächtigung erteilt hat, muss seine Bankverbindung nicht mitteilen. Kasselwasser bucht die Gebühren dann wie gehabt vom Konto ab.

Servicetelefon

Speziell für den Wechsel des Wasserversorgers haben die Städtischen Werke ein Servicetelefon geschaltet: 05 61 / 7 82 33 01. Auch Kasselwasser hat bereits einen Internetauftritt unter www.kasselwasser.de

Von Marcus Janz

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