Verordnung für Tierhalter

Kastrationspflicht für Katzen in Kassel geplant

Kassel. In Kassel könnten Katzenhalter bald dazu verpflichtet werden, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Damit soll der unkontrollierten Vermehrung von freilaufenden Katzen Einhalt geboten werden. Die Initiative für die Einführung einer entsprechenden Verordnung geht von Tierschützern aus.

Nach Schätzungen gibt es in der Stadt 15.000 Katzen als Haustiere sowie 2000 verwilderte Tiere. Diese leiden häufig unter Infektionskrankheiten und können auch Haustiere anstecken.

Die Kasseler Wau-Mau-Insel nimmt pro Jahr 700 Katzen auf. Die Versorgung und Behandlung der Tiere kostet laut Leiter Kasten Plücker 250.000 Euro. Er schätzt, dass sich bei einer Kastrationspflicht die Zahl der ins Tierheim gebrachten Katzen halbieren könnte.

Paderborn war 2008 bundesweit die erste Stadt mit Kastrationspflicht. Inzwischen sind über 170 Kommunen dem Beispiel gefolgt. Hessisch Lichtenau hat vor einem halben Jahr als erste Stadt in Hessen eine Kastrationspflicht erlassen. Im Landkreis gibt keine Pläne für eine Kastrationspflicht. (rud)

Video: So funktioniert eine Kastration

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