Nach Umgestaltung des Kaufhauses

Neue Galeria in Kassel: Das wird der Kundschaft geboten

Beste Sicht für den Herkules: Er befindet sich in der zweiten Etage der Galeria. Die tolle Aussicht ist seit der Neugestaltung nun von mehreren Orten zu bewundern.
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Beste Sicht für den Herkules: Er befindet sich in der zweiten Etage der Galeria. Die tolle Aussicht ist seit der Neugestaltung nun von mehreren Orten zu bewundern.

Kassels größtes Kaufhaus erscheint in neuem Glanz: Galeria definiert sich dabei nicht mehr fast nur über die angebotenen Waren, sondern auch über den Service.

Kassel – Kaufhof? Galeria Kaufhof? Galeria Karstadt Kaufhof? Nein, ab sofort heißt das traditionsreiche Kaufhaus in der Oberen Königsstraße und damit im Zentrum der Innenstadt schlicht Galeria.

Damit aber nicht genug der Veränderung. Nach einer siebenmonatigen Umgestaltungsphase gibt es viel Neues. Ein Blick in das Innere der Galeria.

Galeria in Kassel: Ausgebauter Servicebereich in der ersten Etage

Die Hauptveränderung wird beim Blick in die erste Etage deutlich – vor allem, wenn der Kunde den Eingang über die Neue Fahrt nutzt. Dort befindet sich neben dem Servicebereich der Stadt nun eine Änderungsschneiderei, eine Textilreinigung, ein Schuster und Schlüsseldienst, ein Fotostudio, das Reisebüro Galeria-Reisen, eine Postfiliale, ein Kiosk und Toolboot.

Das ist ein besonderer Service, den es in dieser Form laut dem Betreiber Jan Gerlach bisher nur in Berlin gibt. Dabei werden über eine Art Roboter Werkzeuge wie eine Bohrmaschine oder ein Akkuschrauber verliehen. Das Ganze sieht so aus wie eine Packstation, und so ähnlich funktioniert das Ganze auch – nämlich komplett automatisch und mit dem Smartphone als Hilfsmittel. Die Preise variieren dabei von Werkzeug zu Werkzeug. Wer einen Akkubohrhammer einen Tag lang über das System leiht, zahlt zum Beispiel 25 Euro. Die Idee dazu: „Die Leute sollen weniger Schrott kaufen“, sagt Jan Gerlach.

Insgesamt ist der Servicebereich sehr großzügig gestaltet. Mitunter lässt sich hier auch verweilen und mal durchschnaufen. Auf vier Tablets kann man auch die HNA lesen – digital natürlich.

Kassel: Die Gestaltung der neuen Galeria

Auffällig ist die Lichtgestaltung der Galeria. Alles wirkt heller im Vergleich zu früheren Zeiten. Das liegt auch daran, dass jetzt auch der Blick ins Freie zum Teil nicht mehr verstellt ist. Besonders deutlich wird das in der zweiten und vierten Etage. Sie bietet einen tollen Ausblick auf den Friedrichsplatz und die Region um Kassel. Insgesamt wirkt das Kaufhaus nun offener und großzügiger.

Kassel: Viele Lebensmittel aus der Region in der neuen Galeria

Neben den üblichen Abteilungen gibt es in der Galeria nun auch eine Ecke mit regionalen Produkten, die sich Regiopoint nennt und von dem aus Fulda stammenden Marco Boche betrieben wird. Hier werden Waren angeboten, die im Umkreis von 100 Kilometern hergestellt werden – viele Lebensmittel wie Honig aus Kassel oder Süßigkeiten aus Grimms Naschwerkstatt, aber auch andere Dinge wie T-Shirts und Merchandisingprodukte aus der Region.

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Bezahlt wird das Ganze ganz normal an den Kassen des Kaufhauses. Verantwortlich für den Regiopoint in Kassel, der sich im Erdgeschoss der Galeria befindet, ist Michael Busse – ein Kasseläner, wie er selbst sagt. Apropos Regionales: Zumindest für einige Zeit dreht sich auch noch der Kopf des Kasseler Wahrzeichens in dem Kaufhaus. In Etage zwei ist der mithilfe eines 3-D-Druckers angefertigte Herkules zu sehen, mit dem auch die Museumslandschaft Hessen Kassel ihre Präsenz dokumentiert.

In der neuen Galeria in Kassel lockt jetzt auch ein Bistro-Café

Auch bei der Gastronomie im Kaufhaus sind neue Zeiten angebrochen. Das Marktrestaurant im zweiten Stock gibt es nicht mehr, dafür lockt nun das Bistro-Café „Rosalie“ mit Promenadenflair durchs freie Schaufenster direkt an der Königsstraße und zeitgemäßen kleinen Gerichten. Neben Kaffee und Kuchen gibt es dort etwa üppige Stullen, Eierspeisen, Bowls und zur Mittagszeit auch mehrere Curry-Gerichte (Axel Schwarz, Florian Hagemann)

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