Kaufhof-Fassade wird 2015 saniert: Gerüste für Vorbereitung

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Eingerüstetes Kaufhaus: Im Lauf dieser Woche soll die gesamte Fassade entlang der Oberen Königsstraße hinter Gerüsten verschwinden, damit Fachleute die Bausubstanz untersuchen können.

Kassel. Nach und nach verschwindet die Fassade der Galeria Kaufhof hinter Baugerüsten. Neben der Eingangsfront zum Opernplatz hin soll im Lauf dieser Woche auch die gesamte Kaufhausseite an der Oberen Königsstraße eingerüstet werden. Der Grund: Der Kölner Warenhauskonzern bereitet eine umfassende Sanierung der denkmalgeschützten Fassade vor.

Diese Arbeiten sollen allerdings erst im kommenden Jahr beginnen. „In knapp vier Wochen wird das Gerüst erst mal wieder weg sein“, sagte Kassels Kaufhof-Chefin Brigitte Kritzner. Die Verkleidung werde aufgebaut, damit Bausachverständige in der kommenden Woche die Fassade in allen Details unter die Lupe nehmen können. Nachdem die Fachleute ihre Arbeit getan haben, seien zwei weitere Wochen für den Gerüstabbau eingeplant.

Die Rasterfassade des 1955 fertiggestellten Kaufhofs mit ihren Alu- und Glaselementen steht als prägendes Zeugnis der Nachkriegs-Warenhausarchitektur unter Denkmalschutz – in Kassel ebenso wie in vielen weiteren Städten, in denen der Baumeister Hermann Wunderlich ähnliche Häuser für den Kaufhof-Konzern schuf und damit schon früh ein einheitliches Firmen-Erscheinungsbild in die Sprache der Architektur umsetzte. Zuletzt 1996 war die Fassade des Kasseler Hauses restauriert worden. Ab wann und wie lange die neuen Arbeiten im Jahr 2015 laufen sollen, darüber waren am Montag von der Kölner Galeria Holding GmbH keine Informationen zu erhalten. Die örtliche Warenhauschefin Kritzner sagte: „Das hängt davon ab, wie es mit der Sanierung der Oberen Königsstraße weitergeht.“ Ebenfalls ab dem kommenden Jahr will die Stadt Kassel, wie schon seit Langem geplant, die Einkaufsmeile modernisieren und aufwerten. Insgesamt 5 bis 8 Millionen Euro soll dies nach jüngstem Stand kosten, die Anlieger sollen daran beteiligt werden, gut 1,5 Mio. Euro gibt das Land Hessen dazu.

Auf jeden Fall sollen die Arbeiten an Straße und Warenhausfassade so abgestimmt werden, dass sich die Beeinträchtigungen für das Einkaufspublikum in Grenzen halten, sagte Brigitte Kritzner. Das gelte vor allem für kundenstarke Zeiten wie das Weihnachtsgeschäft. Nähere Details zum Bauablauf müssten zwischen der Stadt Kassel und dem Warenhauskonzern noch geklärt werden.

Von Axel Schwarz

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