Bis 2022 soll alles fertig sein

Kaum noch Gerüste am Herkules in Kassel: Nächste Arbeiten in drei Wochen

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Blick in das Oktogon: Hier standen bis vor Kurzem noch hohe Gerüste. Demnächst wird eine Konstruktion für den Lastenfahrstuhl zu den Bögen aufgebaut. 

Bis zum Jahr 2022 sollen die Arbeiten am Herkules abgeschlossen sein. Aktuell gibt es aber wieder für eine kurze Zeit die Möglichkeit, einen Blick in den Innenhof des Oktogons ohne Baugerüst zu werfen.

Trotz der Dauerbaustelle seit dem Jahr 2006 hat Kassels beliebtestes Ausflugsziel kaum etwas von seiner Attraktivität eingebüßt. Wer in diesen Tagen ein Besuch plant, sollte auch einen Blick in den Innenhof des Oktogons werfen. Hier bietet sich die seltene Chance, das Innenleben des riesigen Unterbaus für den Herkules mal ohne Gerüste zu sehen. Allzu lange sollte man allerdings damit nicht warten. „In drei Wochen sieht das hier schon wieder ganz anders aus“, sagt Thomas Täschner, der Projektleiter beim Landesbetrieb Bau und Immobilien.

Dann kommt ein neues Gerüst für den Lastenaufzug zum zweiten Obergeschoss des Bauwerks. Noch sichern Holzverstrebungen die Rundbögen in dieser Etage ab. Das Baumaterial für die sanierungsbedürftigen steinernen Stützen soll über den Aufzug nach oben transportiert werden. Über die Treppenstufen wäre das zu mühsam und zeitaufwendig.

Auch von außen präsentiert sich der Herkules im Moment schon in einem ziemlich guten Zustand. Wenn man von der Stadt hinaufschaut, sieht man nur noch ein relativ kleines Gerüst. In den nächsten Monaten ändert sich daran nichts, da soll erst mal der Innenausbau vorangehen.

Ab dem Frühjahr werde man aber wieder verstärkt die Schäden an der Fassade im zweiten Obergeschoss des Oktogons bearbeiten, sagt Projektleiter Täschner. Dann werde man wieder ein größeres Gerüst aufbauen müssen. Bevor die Arbeiten dort weitergehen, überprüfen allerdings erst einmal Fachleute den Zustand der Fassade. Die Konservierung des Tuffsteins sei ausgesprochen schwierig und von der Witterung abhängig. „Am Weißensteinflügel von Schloss Wilhelmshöhe haben wir eine Versuchsfläche und testen dort auch neue Methoden“, sagt Thomas Täschner. Wenn der feinporige Tuffstein erst einmal angegriffen sei, beschleunige sich der Verfall von Jahr zu Jahr. Deshalb sei es wichtig, dass jetzt das komplette Oktogon saniert werde.

Dafür und für weitere Arbeiten am Herkules hat das Land Hessen weitere zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt soll die Herkulssanierung jetzt 40 Millionen Euro kosten.

In den vergangenen Wochen sind jetzt auch die Wege zum Herkules sowie rund um das historische Bauwerk erneuert worden. Die letzte Schicht fehlt zwar noch, doch man kann hier bereits gut herlaufen. Die Wege wurden nach historischem Vorbild angelegt und sollen auch für Rollstuhlfahrer zugänglich sein.

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