Pandemie

Trotz hoher Corona-Inzidenz: Kein Alarm in Kasseler Kliniken

Die Stadt Kassel gilt mittlerweile als Corona-Hotspot. Die Lage in den Kliniken ist jedoch nicht alarmierend. (Symbolfoto)
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Die Stadt Kassel gilt mittlerweile als Corona-Hotspot. Die Lage in den Kliniken ist jedoch nicht alarmierend. (Symbolfoto)

Trotz steigenden Corona-Inzidenzwerten in Kassel ist die Lage in den Kliniken nicht besorgniserregend. Auf etwaige Entwicklungen könne man kurzfristig reagieren.

Kassel – Die Stadt Kassel gilt seit Mittwoch (12.01.2022) als Hotspot. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Freitag (14.01.2022) abermals gestiegen und liegt nun bei 500,4 – der höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie. Doch trotz der hohen Zahlen bricht in den Kliniken der Region kein Alarm aus. Die hessenweite Hospitalisierungsrate von 3,05 (Stand: 13.01.2022) bewegt sich auf einem eher niedrigen Niveau.

In heimischen Häusern stehen genügend Betten zur Verfügung. Derzeit werden 36 Corona-Patienten in Kliniken der Region behandelt, davon befinden sich zehn Infizierte auf einer Intensivstation.

Corona in Kassel: Lage auf Intensivstationen spitzt sich nicht zu

Die Helios-Kliniken in Wehlheiden etwa haben aktuell vier Covid-19-Patienten, teilt Sprecherin Elena Koch mit. Ein Patient davon wird intensivmedizinisch betreut. Daher verfüge das Haus über ausreichend Kapazitäten, sagt Koch. Die Corona-Lage werde genau beobachtet, auf Entwicklungen könne kurzfristig reagiert und geplante Operationen müssten nicht verschoben werden.

Im Marienkrankenhaus sieht es ähnlich aus. Dass sich die Situation gerade auf den Intensivstationen trotz hoher Infektionszahlen nicht zuspitzt, scheine an der Omikron-Variante zu liegen, die in den meisten Fällen einen milderen Verlauf nach sich ziehe, sagt Sprecherin Kirsten Scheimann. Die Lage könne sich dann verschärfen, wenn eine hohe Zahl von Mitarbeitern ausfalle. Insofern seien veränderte Quarantäne-Regeln für geboostertes Klinik-Personal ein wichtiges Signal.

Corona-Pandemie: Stadt Kassel gehört zum Versorgungsgebiet Nord

Wie viele Menschen aufgrund einer Corona-Infektion in den weiteren Kliniken der Stadt liegen, haben die einzelnen Häuser nicht mitgeteilt. Sprecherin Lena Goldmann von den Agaplesion Diakonie Kliniken etwa verweist auf das Klinikum Kassel, das als koordinierendes Krankenhaus für das gesamte Versorgungsgebiet Nord zuständig ist.

In diesem Versorgungsgebiet, zu dem außer der Stadt Kassel die Landkreise Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner zählen, gebe es insgesamt 73 Corona-Patienten, davon lägen 22 auf einer Intensivstation, teilt das Klinikum mit. Am Möncheberg selbst werden 14 Patienten behandelt, sieben davon intensivmedizinisch. Obwohl die Infektionszahlen auch aufgrund der Omikron-Variante rasant in die Höhe schießen würden, gebe es keinen sprunghaften Anstieg an Covid-Patienten, heißt es aus dem Klinikum. (Robin Lipke)

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