Kein Grund zum Jubeln - Kommentar zu Kassels Finanzlage

Die hoch verschuldete Stadt Kassel wird unter den Finanz-Schutzschirm des Landes schlüpfen, um die Schuldenlast zu verringern. Ein Grund zum Aufatmen? Nein, meint HNA-Redakteur Jörg Steinbach.

Auch die Stadtverordnetenversammlung wird am 10. Dezember zustimmen, dass Kassel unter den Finanz-Schutzschirm des Landes schlüpft. Dann ist die Stadt auf einen Schlag 260 Millionen Euro Schulden los. Das ist eine gute Nachricht, aber kein Grund zum Jubeln.

Zum einen, weil das Land per Kürzung im kommunalen Finanzausgleich Kassel mehr Geld nimmt, als es mit dem Schutzschirm gibt. Zudem bleibt im Rathaus dann immer noch ein Schuldensaldo von annähernd 440 Millionen Euro übrig. Die Schulden der städtischen Eigenbetriebe sind da noch gar nicht mitgerechnet. Mit der Entschuldungshilfe aus Wiesbaden ist es nicht getan. In Zukunft müssen die Kasseler Schulden noch weiter runter.

Von Jörg Steinbach

Rubriklistenbild: © dapd

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