Billige Theaterkarten für Arbeitslose

Kommentar zu geringem Interesse an Sozialtickets: "Test brächte Klarheit"

Kassel. Nur drei Euro müssen Einkommensschwache zahlen, um Vorführungen im Kasseler Staatstheater besuchen zu können. Doch zum Start dieser Aktion der Theater-Fördergesellschaft gab es kein Interesse daran. Dazu ein Kommentar von Axel Schwarz:

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Arbeitslose durften für drei Euro ins Theater: Keiner wollte Sozial-Tickets

Haben Menschen mit Hartz IV-Budget generell wenig Lust auf einen Theaterabend? Oder genieren sich viele prinzipiell Interessierte nur, weil sie sich beim Abholen stark verbilligter Karten vor aller Augen als bedürftig outen müssten?

Das könnte die Theaterfördergesellschaft (FG) durch einen Test leicht herausfinden. Mein Vorschlag: Mit dem Geld, das die geplante Straßenbahnwerbung kosten soll, könnte man einen diskreten Vorverkauf nah an den Alltagswegen des angepeilten Besucherkreises einrichten. Und dann schauen wir mal, ob das Interesse an den Drei-Euro-Tickets steigt oder stagniert.

Die FG sollte prüfen, was ihrem Anliegen besser dient: Im Theaterfoyer Flagge für ihr Engagement zu zeigen und in Kauf zu nehmen, manchen möglichen Nutzer einzuschüchtern. Oder Hemmschwellen abzubauen und hinterher sagen zu können, dass ihr Angebot auch auf Nachfrage trifft. asz@hna.de

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