Verein Glashaus hat Pläne für MHK-Gebäude an der Karlsaue, es bleibt aber Wohnung für Landesbedienstete

Keine Kunst im Parkwärterhaus

Iris

SÜDSTADT. Es ist ein verführerisch schöner und gleichzeitig kühner Plan, den die Künstlerin Iris Hollstein zusammen mit der Gärtnerin Josephine Heyne dem Ortsbeirat der Südstadt präsentiert hat.

Die kreativen Frauen, Gründerinnen des Vereins Glashaus, können sich vorstellen, das Parkaufseherhäuschen am Aue-Eingang Menzelstraße neu zu beleben, erklärten sie. Ihnen schwebt ein Ort für den Verein vor, ein Treff für den Stadtteil, der außerdem Raum für eine Dokumentation über die Karlsaue, für Ausstellungen, pädagogische Angebote und ein Café bieten könnte. „Dieses Haus und sein Garten sind ein besonderer Ort an einer markanten Stelle und deshalb attraktiv für Kassel und seine Bürger“, sagte Designerin Hollstein vor dem Ortsbeirat: „Wir möchten dem Ort mit einer Umnutzung des Pförtnerhäuschens am goldenen Tor eine neue Bestimmung geben.“ Die Nachbarschaft zur Kunsthochschule biete ideale Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit.

Das Problem: Das historische Haus ist bewohnt und steht gar nicht zur Verfügung. Die malerische Liegenschaft am Parkrand gehört der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) und damit dem Land Hessen. Diese Gebäude sind zu ortsüblichen Preisen vermietet, erklärt Christoph Klein, der bei der MHK für Liegenschaften und Gastronomie zuständig ist: In etwa der Hälfte wohnen Landesbedienstete.

In besagtem Häuschen mit 150 Quadratmetern Fläche für zwei Wohnungen wohnen zwei Parteien. Ein Mieter ist Angestellter des Landes.

Die Ortsbeiratsmitglieder haben Hollsteins Vorschläge mit Interesse aufgenommen und ihr Unterstützung zugesagt. Sie baten Kulturamtschefin Dorothée Rhiemeier, das Gespräch mit der MHK zu suchen und sich zu erkundigen, wie die Chancen einer Realisierung stehen.

Sie stehen schlecht. Die Antwort der MHK, die auch Rhiemeier bekam, ist kurz und bündig: „Das Gebäude ist langfristig vermietet und steht für eine andere Nutzung nicht zur Verfügung“, sagt MHK-Sprecherin Judith Reitter. „Da ist nichts zu machen“, sagt MHK-Entwicklungsplaner Micha Röhring. Archivfoto: nh

Von Christina Hein

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