Bastian Ludwig über den Paketdienst

Kommentar zu GLS: "Keiner will schuld an Situation sein"

GLS ist in der Region durch die Arbeitsbedingungen für Subunternehmer in die Kritik geraten.

Kassel. Ein Fahrer des Paketdienstes GLS verdient 1200 Euro brutto, macht viele unbezahlte Überstunden und muss für jeden Fehler, der ihm angelastet wird, einen Teil seines kargen Lohnes abdrücken. So weit die Fakten. Doch wer trägt die Verantwortung dafür? Dazu ein Kommentar von Bastian Ludwig.

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Klar ist jedenfalls: GLS zeigt mit dem Finger auf seine Subunternehmer. Damit macht es sich der europaweit tätige Konzern zu einfach. Er muss dafür Sorge tragen, dass sein Name nicht in Verruf gerät. Wenn der Paketdienstleister glaubt, seine Dienstleistungen mit seiner jetzigen Preisstruktur mit menschenwürdigeren Arbeitsbedingungen umsetzen zu können, dann sollte er die Auslieferung selbst in die Hand nehmen. Stattdessen bezahlt er seine Subunternehmer schlecht und lässt diese den Preisdruck an die Fahrer weitergeben.

Während sich beide Seiten die Schuld in die Schuhe schieben, zahlen allein die Fahrer den Preis für den harten Wettbewerb in der Branche. Für diesen sind nicht zuletzt auch wir Konsumenten verantwortlich, wenn wir versandkostenfrei im Internet bestellen. bal@hna.de

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