Mit 40 Kilo Metall in der Tasche: Kabeldieb an Bahnstrecke geschnappt

Kassel. Ein mutmaßlicher Kabeldieb ging am Sonntag gegen 5.45 Uhr einer Streife der Kasseler Bundespolizei ins Netz. Nach Angaben von Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kassel, hatte ein 40-jähriger Mann mehrere Kabel der Steuerungstechnik von sogenannten Masttrennschaltern gekappt.

Der Schaden am Tatort, der Bahnstrecke im Bereich der Tannenwaldbrücke, wird auf 1300 Euro geschätzt. 

Die Drähte hatte der Dieb in kleinere Stücke zerteilt. Die rund 40 Kilogramm schwere Beute war in einer Sporttasche verpackt und sollte mit einem Fahrrad abtransportiert werden. Der 40-Jährige soll die Taten in seiner ersten Vernehmung eingeräumt haben.

Das ist kein Einzelfall, so Arend. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 sei ein deutlicher Anstieg von Metalldiebstählen an Bahnanlagen zu verzeichnen. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Kassel (Nord-, Ost- und Mittelhessen) sind von Januar bis Juni dieses jahres 54 Fälle registriert worden (im Vergleichszeitraum 2010: 23 Fälle).

Die Ursache hierfür liege in der sprunghaft gestiegenen Nachfrage auf dem internationalen Rohstoffmarkt nach Metallen aller Art und der damit verbundenen starken Preissteigerung. (use)

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