Polizeieinsatz in Harleshausen

Lebensgefahr: Kinder spielten auf Gleisen

Harleshausen. Ein gefährliches Spiel von drei Jungen und einem Mädchen im Alter zwischen zehn und 13 Jahren endete am Mittwochabend mit einem Polizeieinsatz.

Mit Blaulicht und Martinshorn musste eine Streifenbesatzung der Bundespolizei gegen 19 Uhr zum Bahnhaltepunkt Harleshausen ausrücken.

Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn hatte vier Kinder gemeldet, die dort Gegenstände auf die Gleise gelegt hatten. Der Zugverkehr wurde sofort gewarnt und bekam angeordnet, in diesem Bereich langsam zu fahren, sagt Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion.

Die vier Kinder, die von den Beamten am Haltepunkt erwischt wurden, hätten eingeräumt, dass sie auf den Gleisen gewesen wären. Sie hätten Kronkorken auf die Schienen gelegt, um diese von Zügen überfahren zu lassen. Die lebensgefährliche Aktion hatte eines der Kinder mit seinem Smartphone fotografiert. „Die Bilder zeigen deutlich, wie die Schüler mitten auf den Gleisen stehen“, sagt Arend.

Zum Glück sei keinem etwas passiert. Die Kinder wurden anschließend nach Hause zu den Eltern gebracht und eindringlich über die Gefahren des Bahnverkehrs aufgeklärt. „Der Aufenthalt auf den Gleisen ist lebensgefährlich und für Unbefugte verboten“, sagt Arend. Komme es zu Unfällen oder Behinderungen, so können, parallel zu einem Strafverfahren, auch zivilrechtliche Ansprüche auf die Verursacher, in dem Fall auf die Eltern, zukommen.

Drei Züge verspäteten sich wegen des Einsatzes um etwa sieben Minuten. (use)

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