Am Königstor in Kassel

Dreharbeiten am Königstor mit Heiner Lauterbach und Christoph Maria Herbst

Kassel. Die Tür des Haupteingangs des ehemaligen Polizeigebäudes am Königstor geht alle paar Minuten auf und zu, Menschen laufen hektisch hin und her. Ein Mitarbeiter, ausgestattet mit einem Funkgerät, bewacht die Pforte. Keiner kann ungehindert ins Innere gelangen.

Zwei etwa drei Meter hohe Scheinwerfer lassen erahnen, was passiert. Hier finden derzeit Dreharbeiten zu dem Kinofilm „V8² - Die Rache der Nitros“ unter der Regie von Joachim Masannek statt. Der erste Teil des actionreichen Kinderfilms, „V8 - Du willst der Beste sein“, startet am 26. September in den Kinos. Vier Kinder schließen sich darin zu dem Rennfahrerteam V8 zusammen, das die Rennstrecke „Die Burg“ bezwingen will. Dabei geraten die Helden auch mit der Polizei aneinander.

Im Gebäude am Königstor ermittelt daher Kommissar Habicht, gespielt von Christoph Maria Herbst, der den Fall übernommen hat. Er ist auf der Suche nach den vier Mitgliedern der V8-Gruppe, die sich auf der Flucht befinden. Auch Heiner Lauterbach ist an der Szene am Königstor beteiligt. Er spielt den Vater eines der Kinder und arbeitet mit der Polizei zusammen, um die Kinder aufzuspüren. Der Schauspieler war gestern aber nicht zu sprechen.

Dreharbeiten am Königstor: Christoph Maria Herbst (rechts) ermittelt als Kommissar Habicht zusammen mit Heiner Lauterbach, der den Vater eines Filmhelden spielt.

„Wir drehen einige Szenen in Kassel und Umgebung“, sagt Melanie Hahn, Assistentin der Produktionsleitung. Die landschaftlichen Gegebenheiten am Dörnberg seien ausschlaggebend gewesen, einen der Drehorte nach Nordhessen zu legen. Dort verstecke sich das Rennfahrerteam in einem provisorisch eingerichteten Lager. Die nordhessische Hügellandschaft biete eine „Wahnsinnskulisse“, sagt Hahn. Das Wetter sei zuletzt zwar nicht sehr gut gewesen, „aber durch den bedrohlich wirkenden Himmel sind einige tolle Aufnahmen entstanden“. Das ehemalige Polizeipräsidium habe sich als nahe gelegener Drehort angeboten, da die Räumlichkeiten zu den Szenen passen.

Vor dem Gebäude wird der Scheinwerfer angeschaltet, ein Reflektor wird vor ein Fenster gestellt. So werden die Lichtverhältnisse von außen „gemacht“, die die Filmcrew innerhalb des Hauses gern hätte, sagt Hahn. Auf dem Parkplatz hinter dem Gebäude sind mehrere Lastwagen und Transporter geparkt. Dort steht auch ein Cateringwagen für die Verpflegung, der das Filmteam begleitet. Davor stehen Sitzbänke. Gegen 12.30 Uhr füllt sich der Platz: Einige Mitarbeiter machen hier Mittagspause, während im Haus Proben für die nächste Szene laufen. Auch am Freitag, 20. September, wird das Königstor von 10 Uhr bis Mitternacht zwischen Weigel- und Hermannstraße gesperrt.

Von Miriam Linke

Rubriklistenbild: © Koch

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